Sonntag, 30. August 2015

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Quartalsgewinn halbiert American Express streicht 5400 Stellen

Mehr Einnahmen: American Express muss allerdings hohe Kosten durch Stellenabbau verkraften

Der Kreditkartenkonzern American Express will 5400 Stellen streichen. Betroffen sind vor allem Jobs im Reisegeschäft. Die Kosten für Abfindungen halbieren den Gewinn nahezu. Der Markt hatte noch weniger erwartet.

New York - Der US-Kreditkartenanbieter American Express setzt den Rotstift an. Der Konzern kündigte an, 5400 Stellen zu streichen. Ende 2013 werde man 4 bis 6 Prozent weniger Mitarbeiter beschäftigen. Derzeit hat American Express eine Belegschaft von 63.500.

Der Abbau geht quer durchs Unternehmen und betrifft sowohl die Mitarbeiter in den USA als auch außerhalb. Besonders hart wird es diejenigen Beschäftigten treffen, die sich um Geschäfte rund ums Reisen kümmern. Hintergrund ist nach Angaben von American Express Börsen-Chart zeigen, dass immer mehr Transaktionen online ablaufen.

Die Stellenstreichungen kosten den Konzern nach Steuern 287 Millionen US-Dollar (179 Millionen Euro). Weitere Belastungen in ähnlicher Höhe fallen durch Mitgliederprogramme und nachträgliche Rückerstattungen an. Die Kosten hat der Konkurrent von Visa und Mastercard im vierten Geschäftsquartal verbucht.

Der Gewinn hat sich im Schlussquartal auf 637 Millionen Dollar nahezu halbiert gegenüber dem Vorjahresquartal. Ohne diese Kosten verzeichnete der Konzern einen Überschuss von 1,2 Milliarden Dollar. Die Einnahmen stiegen um 5 Prozent auf 8,1 Milliarden Dollar.

Damit übertraf das Unternehmen aber noch die Erwartungen von Experten, die Erlöse waren in der eingetroffenen Höhe vorhergesagt worden. Im nachbörslichen Handel legten die Aktien von American Express Börsen-Chart zeigen ein knappes Prozent zu.

rei/rtr

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