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05.01.2013
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Hypothekeninvestments
JPMorgan wegen Finanzkrisenpapieren verklagt

Großbank mit Problemen: JPMorgan Chase droht offenbar erneut Gerichtsverfahren
Getty Images

Großbank mit Problemen: JPMorgan Chase droht offenbar erneut Gerichtsverfahren

Die US-Krise fauler Immobilienkredite trieb die halbe Welt in die Finanzkrise, jetzt muss eine US-Topbank erneut Konsequenzen fürchten: Eine US-Finanzaufsichtsbehörde will JPMorgan Chase wegen irreführender Investmentangaben vor Gericht zerren. Es geht um 2,2 Milliarden Dollar.

New York - Gegen die US-Großbank JPMorgan Chase ist erneut Klage wegen des Verkaufs hochriskanter Immobilienpapiere erhoben worden, der zum Bankrott von drei Genossenschaftsbanken geführt hat. In einer Erklärung vom Freitag erhebt die für Genossenschaftsbanken zuständige US-Aufsichtsbehörde NCUA den Vorwurf, mit dem Verkauf von Derivaten im Wert von 2,2 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro), die auf hochriskanten Immobilienkrediten basierten, seien die Börsengesetze gebrochen worden.

Getätigt wurden die Geschäfte vom Bankhaus Washington Mutual, das auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im September 2008 von JPMorgan Chase Chart zeigen gekauft worden war. Washington Mutual und ihr Mutterkonzern JPMorgan Chase hätten die drei Genossenschaftsbanken U.S. Central, Western Corporate und Southwest Corporate getäuscht, indem sie ihnen die hochriskanten und komplexen Papiere verkauft hätten, erklärte NCUA. Die drei Genossenschaftsbanken seien daraufhin "insolvent geworden und mussten daher unter Aufsicht der NCUA gestellt werden". Schließlich seien sie wegen der Verluste durch die Papiere abgewickelt worden.

Laut Klageschrift hatte Washington Mutual den Charakter der Derivate in vielfacher Hinsicht falsch dargestellt und wichtige Informationen verschwiegen. "Die Eindämmung und Reparatur der von Unternehmen wie Washington Mutual verursachten Schäden waren sehr teuer, und diese Arbeit ist noch nicht abgeschlossen", kritisierte NCUA-Chefin Debbie Matz in der Erklärung. Alle von der NCUA beaufsichtigten Genossenschaftsbanken hätten diese Bürde mittragen müssen.

Die NCUA leitete ähnliche Verfahren unter anderem gegen die Finanzinstitute Barclays Capital, Credit Suisse, Goldman Sachs und die von JPMorgan Chase erworbene Bank Bear Stearns ein. Mit Deutsche Bank Securities, Citigroup und HSBC schloss sie Vergleiche mit einem Umfang von mehr als 170 Millionen Dollar. Gegen JPMorgan Chase läuft auch eine Klage, die die New Yorker Staatsanwaltschaft im Oktober wegen falscher Angaben von Bear Stearns beim Verkauf von Hypothekenpapieren eingereicht hatte.

kst/afp/rtr

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