Dienstag, 21. April 2015

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Faule Hypothekenpapiere LBBW verklagt Deutsche Bank

LBBW-Zentrale in Stuttgart: Die Bank fordert Schadensersatz

Neuer Ärger für die Deutsche Bank: Die LBBW zerrt die größte deutsche Bank in New York vor Gericht. Die Landesbank wirft dem Institut Betrug und Falschberatung im Zusammenhang mit faulen Hypothekenpapieren vor.

New York - Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat beim obersten Gericht des Staates New York Klage eingereicht. Dabei geht es um den Verkauf von mit Hypotheken abgesicherten Anleihen, den sogenannten Mortgage Backed Securities (MBS), in der Höhe von 173 Millionen Dollar aus dem Jahr 2007.

Die LBBW fühlt sich wie viele Konkurrenten von der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen über den Tisch gezogen und will jetzt zumindest einen Teil des Geldes wieder haben. Die Deutsche Bank wies die Vorwürfe wie in allen ähnlichen Fällen zuvor zurück und will sich mit allen Mitteln gegen eine Zahlung wehren. Die Deutsche Bank war zusammen mit US-Investmentbanken wie Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen der größte Verkäufer von Papieren dieser Art, die in der Finanzkrise größtenteils wertlos geworden sind.

Die Deutsche Bank hatte als eine der ersten Banken weltweit die Blase am amerikanischen Immobilienmarkt erkannt und ihre Risiken über Wertpapiere am Markt platziert. Gerade deutsche Landesbanken oder kleinere Institute wie die IKB griffen in der Hoffnung auf hohe Renditen bei diesen Anlagen beherzt zu und werfen der größten deutschen Bank jetzt Betrug und Falschberatung vor. Die Reihe der Kläger ist lang - unter anderem wollen das Land Sachsen, die WestLB-Resterampe Erste Abwicklungsanstalt und die BayernLB Schadenersatz von der Deutschen Bank.

Die Klagen sind nur eine der offenen juristischen Baustellen der größten deutschen Bank. In den vergangenen Wochen stand sie vor allem wegen des Vorwurfs der Beihilfe zur Steuerhinterziehung beim Geschäft mit CO2-Zertfikaten im Fokus. Die Staatsanwalt hatte die Zentrale der Deutschen Bank mit einem Großaufgebot durchsucht. Im Fokus der Ermittler steht dabei auch der Co-Chef Jürgen Fitschen, der sich daraufhin beim hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier über die rüden Methoden beschwerte und damit einen Sturm der Entrüstung auslöste. Inzwischen bedauert Fitschen den Anruf.

mg/dpa-afx

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