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20.12.2012
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Steuerbetrug
Drei Schweizer Banker in USA angeklagt

Bankenviertel in Zürich: Schweizer Institute befinden sich im Visier der US-Behörden
REUTERS

Bankenviertel in Zürich: Schweizer Institute befinden sich im Visier der US-Behörden

In den USA sind erneut Schweizer Banker ins Visier der Justiz geraten. Die drei Kundenberater werden angeklagt, weil sie für ihre Klienten insgesamt mehr als 420 Millionen Dollar am US-Fiskus vorbei ins Ausland geschleust haben sollen. Der Name der Bank wurde nicht genannt.

New York - Die Staatsanwaltschaft in Manhattan erhob Anklage gegen drei ehemalige Kundenberater einer Schweizer Bank, wie das US-Justizministerium am Mittwoch bekannt gab.

Die Angeklagten Stephan F., Otto H. und Christof R. sollen US-Kunden geholfen haben, mehr als 420 Millionen US-Dollar vor den Steuerbehörden zu verstecken. Den Namen der Bank, für die die drei gearbeitet hatten, gaben die US-Behörden nicht bekannt. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) teilte jedoch am Donnerstag mit, bei den Männern handele es sich um Kundenberater des Hauses. Zwei der drei Männer seien noch in der ZKB aktiv, so die Bank.

Den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge leben alle Angeklagten, darunter ein US-Bürger, in der Schweiz. Keiner der drei sei verhaftet worden. Sie hätten Codenamen wie "Raincity" und "Kakeycat" benutzt, um im Namen ihrer Kunden Konten in der Schweiz zu eröffnen, hiess es weiter. Ihnen drohen maximal fünf Jahre Haft und eine Busse von bis zu 250.000 US-Dollar.

Es ist nicht das erste Mal dieses Jahr, dass die US-Behörden Anklage gegen Schweizer Banker erheben. Bereits im März waren zwei Schweizer Finanzberater angeklagt worden, weil sie US-Kunden geholfen haben sollen, Geld vor den Finanzbehörden zu verbergen.

Zudem waren bereits drei Banker der inzwischen zerbrochenen St. Galler Privatbank Wegelin wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagt worden. Die New Yorker Staatsanwaltschaft warf ihnen vor, "zusammen mit US-Steuerzahlern und anderen Personen einen Plan ausgearbeitet zu haben, um Gelder in der Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar zu verstecken".

Insgesamt sind in den USA bisher mindestens zwei Dutzend Schweizer Banker und Dutzende von US-Kunden angeklagt worden. Die Angriffe gegen Schweizer Banken begannen 2007 mit einer Untersuchung gegen die UBS Chart zeigen. Das Verfahren endete damit, dass die grösste Schweizer Bank 780 Millionen US-Dollar zahlte und Informationen von rund 4450 Kunden preisgab

cr/rtr/dpa-afx

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