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16.12.2012
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Libor-Skandal
UBS droht Strafe von 1,6 Milliarden Dollar

UBS-Zentrale im Londonder Finanzviertel:
REUTERS

UBS-Zentrale im Londonder Finanzviertel:

Die Schweizer Großbank UBS muss Medienberichten zufolge mehr als eine Milliarde Euro zahlen, weil sie sich an den Manipulationen rund um den weltweit bedeutsamen Libor-Zinssatz beteiligt hatte. Auch auf die Royal Bank of Scotland kommen offenbar dreistellige Millionenzahlungen zu.

Zürich - Auf die Schweizer Großbank UBS könnte im Skandal um Zinsmanipulationen einem Zeitungsbericht zufolge eine Strafe von 1,6 Milliarden Dollar zukommen. Die Bank werde einräumen, dass 36 Händler zwischen 2005 und 2010 den Zinssatz Libor manipuliert haben, berichtete der "Tages-Anzeiger" unter Berufung auf nicht näher erläuterte Kreise.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte zuvor berichtet, dass der Vergleich mit den amerikanischen und britischen Aufsichtsbehörden die UBS etwa eine Milliarde Dollar kosten dürfte. Eine UBS-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab.

Sollte sich die Zahlung auf die nun genannten 1,6 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) belaufen, wäre es die höchste jemals von der UBS geleistete Strafe. Zudem müsste das Schweizer Geldhaus deutlich mehr auf den Tisch legen als die britische Barclays Bank, die rund 450 Millionen Dollar zahlte.

Auch der Royal Bank of Scotland drohen 430 Millionen Strafe

Auch die britische Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) steht im Skandal um Zinsmanipulationen einem Zeitungsbericht zufolge vor einer Einigung mit den Behörden. Der teil-verstaatlichten Bank drohe eine Strafe von mehr als 430 Millionen Euro (350 Millionen Pfund), berichtete die "Sunday Times" ohne Angabe von Quellen. Die Vereinbarung mit den amerikanischen und europäischen Aufsichtsbehörden könnte Anfang des nächsten Monats abgeschlossen werden. Die RBS wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Mehr als ein Dutzend Großbanken soll über mehrere Jahre internationale Referenzzinssätze wie den Libor zu ihren Gunsten manipuliert haben.

Der einmal täglich in London ermittelte Libor zeigt an, zu welchen Konditionen sich Banken untereinander Geld leihen. Der Zinssatz beruht auf den - von außen bislang kaum nachprüfbaren - Angaben der Institute. Die Ermittler vermuten, dass die Banken vor allem auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 zu niedrige Angaben gemacht haben, um ihre tatsächlichen Refinanzierungskosten zu verschleiern und Handelsgewinne einzustreichen. Zinsen auf Finanzinstrumente im Volumen vom mehr als 300 Billionen Dollar richten sich in einer oder anderem Form nach Liborsätzen.

krk/rtr

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