Freitag, 3. Juli 2015

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Deutsche Bank Fitschen kritisiert Staatsanwälte

Jürgen Fitschen: Zeigte sich verwundert

Jürgen Fitschen, Co-Chef der Deutschen Bank, gibt sich in einem Zeitungsbericht verwundert über die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Sie entbehrten jeder Grundlage, so der Topmanager, der zuvor große Belastungen für die Bilanz des Konzerns angekündigt hatte.

Düsselsdorf - Nach der Großrazzia bei der Deutschen Bank setzt sich Konzernchef Jürgen Fitschen öffentlich zur Wehr. "Meines Erachtens war das Vorgehen der Staatsanwaltschaft überzogen", sagte Fitschen dem "Handelsblatt". Er wundere sich, dass es überhaupt "zu einem solchen Verfahren kommen konnte". Aus seiner Sicht entbehrten die Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft jeder Grundlage, schreibt die Zeitung.

Am Mittwoch hatten hunderte Beamte die Zentrale der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen in Frankfurt am Main durchsucht. Die Vorwürfe der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft gegen 25 Mitarbeiter lauten auf Steuerhinterziehung, Geldwäsche und versuchte Strafvereitelung im Zusammenhang mit dem millionenschweren Handel mit Luftverschmutzungsrechten (CO2-Zertifikate).

Belastungen für die Bilanz

Auch gegen Co-Vorstandschef Fitschen und Finanzvorstand Stefan Krause wird ermittelt, weil sie die fragliche - und später korrigierte - Umsatzsteuererklärung der Bank für das Jahr 2009 unterschrieben hatten. Dazu sagte Fitschen der Zeitung: "Ich fühle mich ungerecht behandelt." Er bedauere es sehr, dass die Bank mit ihren hausinternen Ermittlungen "noch nicht weiter" gekommen sei.

Einen Tag nach der Großrazzia bei dem Geldhaus hatte der Vorstand um die neuen Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen bereits vor großen Belastungen für die Bilanz zum Jahresende gewarnt. Grund ist der laufende Umbau des Instituts.

krk/dpa

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