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12.12.2012
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Spanisches Geldinstitut
Bankia will 5000 Stellen streichen

Hauptquartier der Bankia in Madrid: 40 bis 50 Prozent weniger Gehalt für Angestellte
dapd

Hauptquartier der Bankia in Madrid: 40 bis 50 Prozent weniger Gehalt für Angestellte

Die spanische Großbank Bankia setzt den Rotstift an. Um die Vorgaben des EU-Rettungsfonds ESM zu erfüllen, streicht das Geldhaus 5000 von 21.000 Stellen und kürzt die Gehälter um bis zu 50 Prozent. Gewerkschaften sprechen von einer "Provokation".

Madrid - Die angeschlagene spanische Großbank Bankia will im Rahmen ihrer Sanierung die Belegschaft drastisch reduzieren. Wie die Finanzzeitung "Expansión" am Mittwoch berichtete, plant das viertgrößte spanische Geldhaus die Streichung von bis zu 5000 Stellen. Diese Zahl entspricht knapp 25 Prozent der Belegschaft von rund 21.000 Mitarbeitern.

Zudem wolle die Bank die Gehälter um 40 bis zu 50 Prozent kürzen. Für jene Mitarbeiter, die entlassen würden, schlage Bankia eine Abfindung von 22 Tagesgehältern pro Arbeitsjahr mit einem Limit von 14 Monaten vor. Der Bankia-Vorstand habe dieses Vorhaben den Gewerkschaftsvertretern vorgelegt.

Die anvisierten Maßnahmen sind laut "Expansión" Teil des Sanierungsplans, den die EU-Kommission am 28. November gebilligt hatte. Außerdem wolle Bankia mehrere Geschäftsteile, darunter ihre in Miami angesiedelte Tochter City National Bank of Florida, verkaufen.

Sieben Milliarden Euro Verlust in neun Monaten

Die Gewerkschaften betrachteten den ersten Unterhandlungsvorschlag des Bankia-Vorstandes als eine "Provokation" und einen "beispiellosen Angriff". Sie warnten, dass Bankia mit dieser Position einen "riesigen Konflikt" mit den Arbeitnehmern riskiert, wie die staatliche Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf Gewerkschaftskreise berichtete.

Der ständige EU-Rettungsfonds ESM hatte Spanien am Dienstag knapp 39 Milliarden Euro an Bankenhilfe überwiesen. Allein Bankia benötigt davon knapp 18 Milliarden Euro. Das marode Geldhaus hatte in den ersten neun Monaten des Jahres einen Rekordverlust von sieben Milliarden Euro verbucht. Die Bank war im Mai verstaatlicht worden.

krk/dpa

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