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28.11.2012
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Banken-Stütze
Deutsche Banken profitieren von Spanien-Hilfe

Deutsche Bankenhochburg Frankfurt am Main: Hoffnung auf Rückzahlung aus Spanien steigt
DPA

Deutsche Bankenhochburg Frankfurt am Main: Hoffnung auf Rückzahlung aus Spanien steigt

Die EU pumpt Milliarden in Spaniens Banken, doch das Geld kommt indirekt auch deutschen Banken zugute: Die hiesigen Institute haben eigenes Geld in Spaniens Wackelbanken stecken, das jetzt wohl zurückgezahlt werden kann. Es geht um zweistellige Milliardenbeträge.

Berlin - Die vorgesehene Kapitalspritze für überschuldete spanische Banken aus Krediten des Euro-Rettungsfonds ESM in Höhe von rund 40 Milliarden Euro nutzt auch deutschen Banken. Das berichtet der Berliner "Tagesspiegel" unter Berufung auf die Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Finanzexperten Gerhard Schick.

Demnach schulden die sanierungsbedürftigen, bereits verstaatlichten spanischen Banken ihren deutschen Kreditgebern 11,9 Milliarden Euro. Gegenüber dem spanischen Finanzsektor insgesamt hätten Deutschlands Banken sogar Forderungen von mehr als 50 Milliarden Euro, die mit der erhofften Stabilisierung des spanischen Bankensystems ebenfalls gesichert werden.

Die mit dem ESM-Geld geplante Rekapitalisierung von sechs Instituten, welche die Euro-Finanzministern am Donnerstag freigeben wollen, stelle sicher, dass diese auch weiterhin ihre Schulden bei Gläubigern im In- und Ausland bedienen können.

Der Industrieländerklub OECD sieht derzeit insgesamt riesige Finanzlücken bei den großen europäischen Banken. Die Institute haben einen zusätzlichen Kapitalbedarf von rund 400 Milliarden Euro, schätzt die OECD in ihrem am Dienstag veröffentlichten Wirtschaftsausblick. Das entspricht etwa 4,25 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) des Euro-Raums. In Griechenland, Frankreich und Belgien sind im Verhältnis zum BIP Kapitalspritzen in Höhe von mindestens 6 Prozent des BIP erforderlich, in Portugal, Italien, Österreich und Spanien dagegen weniger als 2 Prozent.

kst/dpa-afx

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