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26.11.2012
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Deutsche-Bank-Chef
Jürgen Fitschen rückt an Verbandsspitze

Jürgen Fitschen: Führung des Verbands wieder in der Hand einer Großbank
dapd

Jürgen Fitschen: Führung des Verbands wieder in der Hand einer Großbank

Der Bankenverband BdB hat Jürgen Fitschen zu seinem neuen Präsidenten gewählt. Der Deutschbanker löst HSBC-Trinkaus-Chef Andreas Schmitz ab. Fitschen muss stärker zwischen Banken und Politik vermitteln. Der Verband wehrt sich gegen Vorschläge für ein Trennbankenmodell.

Frankfurt am Main - Der Co-Vorstandschef der Deutschen Bank tritt den Spitzenposten der Lobbygruppe der privaten Geldhäuser zum 15. April 2013 an, wie der BdB am Montag mitteilte. Fitschen wurde für den üblichen Zeitraum von zunächst drei Jahren gewählt. Er tritt die Nachfolge von HSBC-Trinkaus-Chef Andreas Schmitz an, der nach vier Jahren an der Spitze des Verbands den Stab abgeben wollte.

Fitschen galt seit längerem als Favorit für den Job. Der 64-Jährige ist stark im politischen Berlin verdrahtet. Er war jahrelang Deutschland-Chef der Deutschen Bank Chart zeigen, bevor er im Juni zusammen mit Anshu Jain an die Spitze des Geldhauses rückte. Jain ist im Vorstand des Welt-Bankenverbandes IIF vertreten, den Vorgänger Josef Ackermann jahrelang führte. Damit ist die Rollenverteilung der beiden klar: Während sich Fitschen stärker auf die politische Arbeit in Deutschland konzentriert, kümmert sich der gebürtige Inder Jain mehr um die internationale Lobbytätigkeit.

Fitschen hat sich auch in seinem eigenen Haus den "Kulturwandel" auf die Fahnen geschrieben. Um Ausgleich kann sich der 64-Jährige nun auch beim Thema Regulierung bemühen. Er habe das Gefühl, "dass es zurzeit ein bisschen wenig Bereitschaft gibt, die richtige Balance zu finden", gab Fitschen kürzlich zu Protokoll.

Seit 1987 arbeitet der Wirtschaftswissenschaftler für die Deutsche Bank. Fast 40 Jahre alt war der am 1. September 1948 in Harsefeld bei Stade geborene Fitschen, als er von der Citibank zur größten deutschen Privatbank wechselte. Es folgten Stationen in Thailand, Japan, Singapur und London. 2001 rückte der Manager erstmals in den Vorstand des Dax-Konzerns auf, 2009 zog der Vater von zwei Kindern erneut in das Top-Führungsgremium der Deutschen Bank ein.

BdB fordert Verschiebung von "Basel III"

Der BdB lehnt die Vorschläge von Experten zur Abspaltung des Handelsgeschäfts von Geschäftsbanken rundweg ab. Die negativen Folgen der Vorschläge einer von der EU eingesetzten Kommission unter Führung des finnischen Notenbankchefs Erkki Liikanen gingen "weit über die unmittelbaren Kosten der Abspaltung hinaus", sagte der scheidende Verbandspräsident Andreas Schmitz am Montag in Frankfurt laut Redetext. Weil nur ein kleiner Kreis von Großbanken davon betroffen wäre, drohten große Wettbewerbsverzerrungen.

"Durch den Vorschlag der Liikanen-Gruppe würden Veränderungen in der Struktur des europäischen Bankensystems in Gang gesetzt, die derzeit nicht prognostizierbar sind." Dabei leiste die Abspaltung der riskanten Aktivitäten an den Finanzmärkten selbst nach Ansicht der Experten keinen Beitrag dazu, das Finanzsystem stabiler zu machen, sondern unterbinde nur eine Quersubventionierung des Handels mit den Einlagen der Sparer, sagte Schmitz.

Er schloss sich auch dem Wunsch des europäischen Bankenverbands nach Verschiebung der neuen Kapitalvorgaben für Großbanken an. Die Umsetzung von "Basel III" in Europa sollte "möglichst zeitgleich mit den USA und keinesfalls vor Jahresbeginn 2014 erfolgen", sagte Schmitz, der im Hauptberuf Vorstandschef der zur britischen HSBC Chart zeigen gehörenden Düsseldorfer Privatbank Trinkaus + Burkhardt Chart zeigen ist.

ak/rtr/dpa-afx

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