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22.11.2012
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Lehman-Pleite
Hasche Sigle verteidigt mögliches Mega-Honorar

Lehman-Filiale in Frankfurt am Main: Sattes Honorar für die Insolvenzverwalter
DPA

Lehman-Filiale in Frankfurt am Main: Sattes Honorar für die Insolvenzverwalter

Satte 800 Millionen Euro könnten die deutschen Lehman-Insolvenzverwalter von CMS Hasche Sigle im besten Fall einstreichen. Die Kanzlei wehrt sich gegen Kritik, und will Transparenz walten lassen. Zu verhandeln gebe es aber nichts.

Frankfurt am Main - Im Insolvenzverfahren um die deutsche Tochter der Pleitebank Lehman ist heftiger Streit um das mögliche Honorar des Insolvenzverwalters entbrannt. Der Wirtschaftsanwalt Michael Frege und die hinter ihm stehende Kanzlei CMS Hasche Sigle könnten laut einem Gutachten am Verfahrensende eine Vergütung von bis zu 800 Millionen Euro kassieren, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Donnerstag berichtete.

Das Gutachten hat Frege laut "FAZ" selbst in Auftrag gegeben, um in der Diskussion mit US-amerikanischen Hedgefonds und Finanzinvestoren eine Grundlage zu haben. Der CMS-Managerpartner Hubertus Kolster sagte der Nachrichtenagentur dpa, diese hätten versucht, über die Honorarfrage Druck auf den Verwalter aufzubauen und etwa eine vorrangige und beschleunigte Bedienung ihrer Forderungen verlangt. Man sei in der Honorarfrage zu äußerster Transparenz bereit. "Aber es gibt nichts zu verhandeln." Er rechne mit einer niedrigeren Gebühr am Verfahrensende.

Das Entgelt wird am Schluss des Verfahrens vom Amtsgericht Frankfurt festgelegt und richtet sich nach der Komplexität des Verfahrens und der Höhe der Insolvenzmasse. Diese ist im Fall der Frankfurter Lehman Brothers Bankhaus AG inzwischen entgegen anfänglicher Erwartungen auf mehr als 15 Milliarden Euro angewachsen.

Forderungen der Gläubiger wohl zu 80 Prozent erfüllt

Gläubiger sind vor allem die Deutsche Bundesbank und die Einlagensicherung der deutschen Privatbanken, deren Forderungen laut CMS voraussichtlich zu über 80 Prozent erfüllt werden. Üblich sind Quoten unterhalb von 10 Prozent.

Kolster sagte, bislang sei der Großkanzlei, die über vier Jahre rund 100 Anwälte und Insolvenzspezialisten bei der Lehman-Sache eingesetzt habe, ein Aufwand von mehr als 210 Millionen Euro entstanden. Das Amtsgericht Frankfurt habe bislang 70 Millionen Euro Abschläge genehmigt, so dass bald weitere Vorschüsse beantragt werden müssten.

Das Geld stehe zunächst der Societät zu. Welcher Anteil letztlich dem persönlich haftenden Verwalter Frege zufließt, wollte Kolster nicht beziffern. Natürlich sei eine Erfolgskomponente inbegriffen.

nis/dpa-afx

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