Dienstag, 1. September 2015

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Gewinneinbruch ING streicht 2350 Stellen

ING-Zentrale in Amsterdam: Der Gewinn des Finanzkonzerns sackte im dritten Quartal um fast zwei Drittel ab

Der niederländische Finanzdienstleister ING hat im dritten Quartal einen heftigen Gewinneinbruch erlitten. Der staatlich gestützte Konzern setzt daher nun den Rotstift an und baut massiv Arbeitsplätze ab.

Amsterdam - Insgesamt 2350 der zuletzt knapp 87.000 Stellen sollen wegfallen, teilte ING mit. Damit will der niederländische Bank- und Versicherungskonzern die jährlichen Kosten um zirka 460 Millionen Euro drücken.

Von dem Stellenabbau sind beide Bereich des Konzerns betroffen. Im europäischen Versicherungsgeschäft kürzt der Konzern 1350 Jobs, im Bankgeschäft 1000 Stellen.

ING Börsen-Chart zeigen kündigte den Stellenabbau nach der Vorlage einer schlechten Quartalsbilanz an. So sackte der Nettogewinn im dritten Quartal um fast zwei Drittel ab. Unter dem Strich verdiente der Konzern 609 Millionen Euro, nachdem es ein Jahr zuvor noch fast 1,7 Milliarden Euro gewesen waren. Damit schnitt ING deutlich schlechter ab als von Experten erwartet.

Die Niederländer kämpfen vor allem mit einem schwachen Geschäft in der Versicherungssparte, die inzwischen bereits teilweise verkauft wurde und auf Geheiß der EU-Kommission ganz abgespalten werden muss. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Versicherungssparte will ING die Staatshilfen in Höhe von mehr als zehn Milliarden Euro zurückzuzahlen.

mg/dpa-afx/rtr/dapd

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