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02.11.2012
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Für den Pleitefall
Bafin fordert Notfallpläne von 15 Banken

Frankfurter Skyline: Die größten deutschen Banken müssen vorsorglich Sanierungspläne erarbeiten
dapd

Frankfurter Skyline: Die größten deutschen Banken müssen vorsorglich Sanierungspläne erarbeiten

Bis Ende 2013 will die Finanzaufsicht Bafin Pläne sehen, wie die Geldhäuser im Pleitefall ihre Finanzstärke wiederherstellen wollen. Zugleich stuft ein Gremium die Deutsche Bank als besonders gefährlich ein.

Hamburg - Mehr als 15 deutsche Banken müssen der Finanzaufsicht Bafin spätestens bis Ende 2013 Notfallpläne vorlegen, wie sie sich aus eigener Kraft aus einer existenzbedrohenden Krise herauswinden wollen.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) stellte heute ein Rundschreiben vor, nach dem alle global und national systemrelevanten Banken, aber auch Töchter ausländischer Großbanken wie die HypoVereinsbank, solche detaillierten Pläne ausarbeiten und der Bankenaufsicht vorlegen müssen.

"Ziel ist, dass sich Banken und Aufsicht rechtzeitig mit Notfallplänen befassen", umriss Bafin-Direktor Raimund Röseler das Vorhaben. Veröffentlicht werden die Pläne nicht. Die BaFin erachte neben der als global systemrelevant eingestuften Deutschen Bank Chart zeigenrund 15 Institute als dauerhaft so wichtig, dass sie in das Regime einbezogen werden.

Darunter seien die Commerzbank Chart zeigen und die großen deutschen Landesbanken, sagte Röseler. "Aber im Moment betrachten wir mehr Institute als systemrelevant als in ruhigen Zeiten", fügte er hinzu. Auch sie müssen sich künftig auf höhere Kapitalanforderungen einstellen als die für alle Banken geltenden sieben Prozent hartes Kernkapital.

Deutsche Bank muss schneller reagieren

Laut dem Maßstab des Finanzstabilitätsrats (FSB) zählt die Deutsche Bank sogar zu den vier wichtigsten Instituten weltweit, die im Falle eines Zusammenbruchs das gesamte Finanzsystem gefährden würden. Deshalb muss das größte deutsche Geldhaus sein Testament laut Bafin bis Ende dieses Jahres erstellen.

Eine weitere Konsequenz aus der Einschätzung des FSB für die Deutsche Bank ist, dass sie deshalb ihr Eigenkapital weiter aufstocken muss: Um die Anforderungen zu erfüllen, müssen die Frankfurter bis 2019 einen zusätzlichen Puffer aus Grundkapital und Gewinnrücklagen aufbauen. Ziel ist eine Eigenkapitalquote von 9,5 Prozent statt 7,0 Prozent. Die verschärften Anforderungen sollen künftig verhindern, dass die Steuerzahler für teure Bankenrettungen aufkommen müssen.

Ein Sprecher der Deutschen Bank verwies heute auf eine Präsentation des Finanzvorstands vom Dienstag: Demanch plant die Bank, ihren Kapitalpuffer bereits bis Ende März 2015 auf über 10 Prozent auszudehnen. Damit würde die Eigenkapitalquote bereits drei Jahre vor dem vom FSB festgelegten Termin die geforderte Marke von 9,5 Prozent übersteigen.

Der FSB hat weltweit 28 Banken als systemrelevant eingestuft. Die wichtigsten vier sind außer der Deutschen Bank die US-Institute Citigroup Chart zeigen und JP Morgan Chase sowie das britische Geldhaus HSBC Chart zeigen.

rei/dpa

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