Montag, 16. Juli 2018

Ramschanleihen Ex-Credit-Suisse-Händler in Haft

Credit-Suisse-Zentrale in Zürich: Der 39-Jährige war der globale Chef für den Handel mit strukturierten Krediten

Knapp drei Milliarden Dollar Verlust bei Ramschanleihen musste die Credit Suisse 2008 vermelden. Eine Gruppe von Händlern soll dafür verantwortlich gewesen sein. In diesem Zusammenhang ist nun ein ranghoher Manager festgenommen worden.

New York - Ein ehemals ranghoher Wertpapierhändler der Schweizer Bank Credit Suisse ist in London festgenommen worden. Ihm droht die Überstellung in die USA, wo ihm Betrug im Zusammenhang mit Milliardenverlusten der Bank bei Ramschanleihen 2007/2008 vorgeworfen wird.

Der heute 39-Jährige war zu der Zeit der globale Chef der Credit Suisse Börsen-Chart zeigen für den Handel mit strukturierten Krediten. In der gleichen Sache hatten sich in den USA bereits im Februar zwei andere frühere Händler der Bank schuldig bekannt. Einer von ihnen hatte erklärt, er habe - wie auch andere Händler - beim Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes Manipulationen vorgenommen.

2008 hatte Credit Suisse überraschend einen Verlust von 2,85 Milliarden Dollar bei Ramschanleihen gemeldet und eine Gruppe von Händlern dafür verantwortlich gemacht. Diese hätten vorsätzlich Preismanipulationen vorgenommen, hieß es damals bei Credit Suisse.

mg/rtr

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