Samstag, 17. November 2018

Sal. Oppenheim Esch steigt aus Sicherheitsfirma aus

Umtriebig: Josef Esch (rechts) und Matthias Graf von Krockow bei der Grundsteinlegung für die Kölner Messehallen (Archiv)

Der Troisdorfer Immobilienunternehmer Josef Esch, der ebenso wie das Bankhaus Sal. Oppenheim in zahlreiche Rechtsstreitigkeiten verwickelt ist, hat seine Beteiligung an einer Sicherheitsfirma verkauft. Er wolle sich auf das Kerngeschäft konzentrieren, heißt es aus seinem Umfeld.

Der Troisdorfer Immobilienunternehmer Josef Esch, der in zahlreiche Rechtsstreitigkeiten verwickelt ist, hat Teile seines Geschäfts abgegeben, wie manager magazin (Erscheinungstermin: 21. September) erfahren hat.

Die 51-prozentige Beteiligung an der Berliner Sicherheitsfirma Consulting Plus, die Esch über die Esch-Oppenheim-Holding hielt, hat er kürzlich verkauft. Der Grund sei "Konzentration auf das Kerngeschäft", heißt es aus Eschs Umfeld.

Derzeit muss sich Esch fast wöchentlich vor Gericht verteidigen. Mindestens 20 Fondszeichner klagen gegen ihn und das Bankhaus Sal. Oppenheim. Die Kläger werfen Esch und seinen ehemaligen Partnern vor, sie über die wahren Kosten und Risiken ihrer Investments getäuscht zu haben. Esch und Sal. Oppenheim weisen das zurück. Beide hatten gemeinsam mehr als 60 geschlossene Immobilienfonds aufgelegt.

Den Posten seines langjährigen Geschäftsführers Lothar Ruschmeier hat Esch nicht neu besetzt. Die Aufgaben "wurden intern neu verteilt", heißt es bei Esch. Ruschmeier war im August im Alter von 66 Jahren überraschend verstorben.

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