Freitag, 22. Februar 2019

Wilhelm von Finck junior  Milliardär will Schadenersatz von Esch

Sal. Oppenheim: Stammsitz in Deutschland in Köln
Sal. Oppenheim
Sal. Oppenheim: Stammsitz in Deutschland in Köln

Mehr als 40 Millionen Euro Schadenersatz fordert Wilhelm von Finck junior von der Bank Sal. Oppenheim und dem Immobilienunternehmer Josef Esch. Beide hätten den Milliardär nicht ausreichend über das unternehmerische Risiko aufgeklärt, sagen von Fincks Anwälte.

Bonn - Der Milliardär Wilhelm von Finck junior will seine in den umstrittenen Oppenheim-Esch-Fonds angelegten Millionen zurück. In einem Zivilverfahren vor dem Bonner Landgericht verlangten die Rechtsanwälte des Unternehmers am Mittwoch von den Initiatoren des Fonds, der Bank Sal. Oppenheim und dem Immobilienunternehmer Josef Esch, Schadenersatz in Höhe von mehr als 40 Millionen Euro.

Die Fonds, die Warenhausimmobilien in München und Potsdam an Karstadt vermieteten, waren als Steuersparmodelle für Superreiche gedacht, gerieten aber durch die Insolvenz des Karstadt-Mutterkonzerns in massive Turbulenzen.

Fincks Rechtsanwälte warfen Oppenheim und Esch vor, den Milliardär nicht ausreichend über das unternehmerische Risiko aufgeklärt und wichtige Details der Absprachen mit Karstadt verschwiegen zu haben.

Die Vorsitzende Richterin machte Finck allerdings wenig Hoffnung auf einen Erfolg. Der Kläger gehe "ein hohes Prozessrisiko" ein, sagte sie. Der Vorwurf der Pflichtverletzung erscheine der Kammer bisher nicht unbedingt schlüssig. Seine endgültige Entscheidung will das Gericht am 14. November verkünden.

got/dapd

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