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03.04.2012
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Trotz Minigewinn
Gefeuerter Deka-Chef wollte Millionenboni

Stabil oder schief? Die Deka-Bank erzielte eines der schlechtesten Ergebnisse überhaupt
DPA

Stabil oder schief? Die Deka-Bank erzielte eines der schlechtesten Ergebnisse überhaupt

Schwarzer Tag für die Deka-Bank: Das Frankfurter Geldhaus legt eines der schwächsten Ergebnisse überhaupt vor, zuvor hatte es den Rauswurf seines Chefs Franz Waas verkündet. Der hatte offenbar auf nachträgliche Boni in Höhe von 2,5 Millionen Euro bestanden.

Frankfurt am Main - Die Deka-Bank müht sich nach einem schwachen Jahr und dem überraschenden Rauswurf von Vorstandschef Franz Waas um Normalität. Der Start ins Jahr 2012 mache Hoffnung auf moderates Wachstum, sagte der kommissarische Vorstandschef Oliver Behrens bei der Bilanzvorlage am Dienstag in Frankfurt. Wegen der schwierigen Rahmenbedingungen sei eine seriöse Ergebnisprognose für 2012 aber nicht möglich.

"Es geht darum, die Bank, die gut aufgestellt ist, am Laufen zu halten, Mitarbeiter und Kunden nicht zu verunsichern", sagte Behrens zu Waas' Abberufung von der Spitze des Sparkassen-Fondsdienstleisters.

Der Deka-Verwaltungsrat mit Sparkassenpräsident Heinrich Haasis an der Spitze hatte Waas am Montag mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden - nicht wegen schlechter Zahlen, sondern wegen eines Streits um Boni in Millionenhöhe. Der 51-jährige Waas pochte nach Informationen aus Finanzkreisen auf zusätzliche Bonuszahlungen in Höhe von 2,5 Millionen Euro für die Jahre 2008 und 2009. Waas hatte noch einen Vertrag bis Ende 2016.

Anleger machen Bogen um Fonds

Im vergangenen Jahr brach der Gewinn wegen der Euro-Schuldenkrise und eines schwachen Fondsgeschäfts drastisch ein. Das wirtschaftliche Ergebnis sackte im Vergleich zu dem von Sondereffekten geprägten Rekordjahr 2010 (925,1 Millionen Euro) um fast 60 Prozent auf 383,1 Millionen Euro ab. Als Gründe nannte die Bank Wertberichtigungen auf Wertpapiere und eine höhere Risikovorsorge.

Damit verfehlte das Institut nicht nur seine eigene Prognose von rund 400 Millionen bis 500 Millionen Euro, sondern lieferte auch das zweitschlechteste Ergebnis seit dem Jahr 2006, als HSH-Nordbank-Manager Waas das Ruder übernommen hatte. Der Vorsteuergewinn schmolz auf 376,6 von 876,7 Millionen Euro zusammen.

Probleme macht der Fondsabsatz vor allem an Privatanleger, die - verunsichert durch die Marktturbulenzen - lieber auf Fest- und Tagesgeld statt auf Investmentfonds setzen. Im vergangenen Jahr summierten sich die Nettomittelabflüsse auf 5,86 Milliarden Euro, ein Jahr zuvor gab es noch Nettozuflüsse von 908 Millionen Euro. An der Zurückhaltung vieler Verbraucher hat sich nach Angaben des Vorstandes auch im neuen Jahr bislang wenig geändert.

nis/dpa-afx/rtr

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