Hamburg - Er ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten von Goldman Sachs
und Erfinder der Bezeichnung "BRIC", mit der die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China zusammengefasst werden: Jim O'Neill, Chefvolkswirt und Chef des Asset Managements der US-Großbank. Nach 20 Jahren in Diensten des Instituts wird O'Neill im Laufe dieses Jahres Goldman Sachs auf eigenen Wunsch verlassen, teilte die Bank mit.
In der Mitteilung loben Goldman-Sachs-Chef Lloyd C. Blankfein und der Präsident der Bank, Gary D. Cohn, ihren Topmanager als "einflussreichen Ökonomen und geistigen Führer". O'Neills BRIC-These habe das konventionelle Denken in Frage gestellt und letztlich "signifikante wirtschaftliche und soziale Auswirkungen" gehabt.
O'Neill, 55, stieß 1995 zu Goldman Sachs
. 2001 wurde er Chef des Bereichs "Global Economics, Commodities and Strategy Research". 2006 rückte er an die Spitze des europäischen Managements der Bank. Seit 2010 ist O'Neill Chef des Goldman Sachs Asset Managements. Nebenher engagiert er sich in einer Reihe von Wohltätigkeitsorganisationen.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg hat O'Neill per Email mitgeteilt, er wisse noch nicht, was er nach seiner Zeit bei Goldman Sachs machen werde. In der Mitteilung der Bank ist von "retire" die Rede, was übersetzt werden kann mit "pensionieren" oder "in Rente gehen", ebenso aber auch mit "ausscheiden" oder "zurücktreten". Die Asset-Management-Sparte der Bank werde künftig von Tim O'Neill und Eric Lane geführt , so die Agentur.
cr
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