Hongkong/London - Die britische Großbank HSBC
hat mit dem Verkauf des Anteils am chinesischen Versicherers Ping An einen Milliardengewinn erzielt. Der Verkauf des 15,6-prozentigen Aktienpakets habe 9,4 Milliarden Dollar (7,2 Milliarden Euro) in die Kassen gespült und steigere den Überschuss um 2,6 Milliarden Dollar, teilte die Bank mit.
Käufer der Anteile ist das Konglomerat Charoen Pokphand des thailändischen Milliardär Dhanin Chearavanont. Die Briten hatten Mitte November angekündigt, einen Ausstieg aus der Beteiligung an dem zweitgrößten chinesischen Versicherer, bei dem sie 2002 eingestiegen waren, zu prüfen.
Der Verkauf gilt dabei als Teil einer umfassenden Bewegung der Banken Europas, ihre Profitabilität zu steigern, da die Finanzbranche weltweit unter dem schwachen Wirtschaftswachstum sowie den strikteren Regulierungen leidet. Der Dreijahresplan von HSBC umfasste entsprechend auch die Option, schwache Geschäftseinheiten zu verkaufen oder zu schließen. Für den Käufer Charoen Pokphand ist der Schritt eine deutliche Expansion in die Finanzindustrie. Bislang umfasste sein Geschäft Landwirtschaft, die Herstelung von Fertignahrung und Motorrädern und Immobilienentwicklung.
Ping An hat seinen Sitz im südchinesischen Shenzhen, unweit von Hong Kong.
got/ap/dpa
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