Köln - Mehr als 40 Millionen Euro Schadenersatz fordert Wilhelm von Finck für seine Investitionen in die umstrittenen Oppenheim-Esch-Fonds - und mit dieser Klage ist er vorläufig gescheitert. Das Kölner Landgericht wies heute eine Zivilklage des öffentlichkeitsscheuen Ex-Bankiers gegen die Bank Sal. Oppenheim, den Kölner Immobilienentwickler Josef Esch und zwei weitere Kapitalgesellschaften als unbegründet ab.
Die Fonds, die Warenhaus-Immobilien in München und Potsdam an Karstadt vermieteten, waren als Steuersparmodelle für Superreiche gedacht. Sie gerieten aber durch die Insolvenz des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor in schwere Turbulenzen. Der Milliardär hatte Oppenheim und Esch deshalb vorgeworfen, ihn nicht ausreichend über das unternehmerische Risiko aufgeklärt zu haben.
Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht. Die Kammer betonte, von Finck und sein inzwischen verstorbener Vater seien wirtschaftlich erfahren und daher hinsichtlich vieler Einzelfragen nicht aufklärungsbedürftig gewesen. Außerdem hätten sie erfahrene Berater gehabt. Gegen das Urteil ist Berufung beim Oberlandesgericht Köln möglich.
wed/dapd
© manager magazin online 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH