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06.01.2012
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Ertragsprobleme

Zittern unter Investmentbankern geht weiter

Bankenviertel London: Nicht nur in der britischen Bankenmetropole stehen tausende Jobs auf der Kippe
Getty Images

Bankenviertel London: Nicht nur in der britischen Bankenmetropole stehen tausende Jobs auf der Kippe

Investmentbanker müssen auch in diesem Jahr um ihre Jobs zittern. Laut Experten sind weitere Kahlschläge unvermeidlich, um die wegbrechenden Erträge zu kompensieren.

Frankfurt am Main - Die Analysten der US-Großbank JP Morgan erwarten bei den Banken im laufenden Jahr weitere Stellenstreichungen um bis zu 10 Prozent, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Studie hervorgeht. Banken haben weltweit bereits mehr als 100.000 Jobs gekappt, da sie wegen der stärkeren Regulierung und der Euro-Schuldenkrise mit schrumpfenden Gewinnen kämpfen.

Besonders betroffen sind die Investmentbanksparten, wie etwa bei der Deutschen Bank Chart zeigen, wo in dem Bereich jeder zehnte Job wackelt. Dabei geht es vor allem um Arbeitsplätze in London und New York. Auch die Schweizer Großbanken Credit Suisse Chart zeigen und UBS Chart zeigen planen größere Einschnitte. Bei der britischen Großbank Royal Bank of Scotland Chart zeigen stehen nach Medienberichten 10.000 Stellen auf der Kippe. Die französische Bank Societe Generale will knapp 900 Arbeitsplätze im Investmentbanking streichen.

Das Kapitalmarktgeschäft ist in der Euro-Schuldenkrise vom Gewinnmotor zur Wachstumsbremse geworden, da sich viele verunsicherte Investoren an den Märkten zurückhalten. Nach Schätzungen der JP-Morgan-Experten sind die Einnahmen der Institute in dem Segment 2011 um 8 Prozent gesunken, dabei war das Anleihegeschäft besonders betroffen.

Doch auch in der Königsdisziplin des Investmentbanking - der Beratung von Fusionen und Übernahmen - brach das Geschäft ein, besonders im vierten Quartal. Die Geldhäuser in den USA und Europa werden in den nächsten Wochen ihre Jahreszahlen vorlegen. Die Deutsche Bank plant die Veröffentlichung am 2. Februar.

rei/rtr

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