Freitag, 27. Mai 2016

GM steigt bei Lyft ein Opel-Mutter steigt bei Uber-Konkurrent Lyft groß ein

Wagen von Lyft werden teils mit vielbelächelten pinken Plüsch-Schnauzbärten versehen - GM nimmt das Startup aber dennoch ernst

Das nennt man wohl einen geschickten Dreh kurz vor der Elektronikmesse CES: Eine halbe Milliarde Dollar investiert der Autoriese General Motors (GM) in den US-Fahrdienstvermittler Lyft - vorrangig, um sich zum Vorreiter bei Roboter-Taxis aufzuschwingen. Dabei geht es bei der Zusammenarbeit um Grundsätzlicheres, nämlich um das Geschäft mit der Mobilität von morgen.

Für den Einstieg bei Lyft nimmt die Opel-Mutter einiges Geld in die Hand: 500 Millionen Dollar (rund 460 Millionen Euro) steckt GM in den Konkurrenten des umstrittenen Fahrdiensts Uber. Der Autoriese stellt damit gleich die Hälfte des Kapitals einer neuen, eine Milliarde Dollar schweren Finanzierungsrunde, die das Mobilitäts-StartupLyft vor kurzem gestartet hat. Die GM-Geldspritze ist die bislang größte Investition eines klassischen Autoherstellers in ein Mobilitäts-Startup.

Dafür erhält GM einen Platz im Lyft-Aufsichtsrat. Die Zukunft der individuellen Mobilität sehe GM als "zusammenhängend, nahtlos und autonom", erklärte GM-Präsident Dan Ammann. Mit der Zusammenarbeit mit Lyft glaube GM, diese Vision schneller umsetzen zu können.

Wobei Ammann dann auch gleich lieber von einer langfristigen strategischen Allianz spricht, die in den USA ein Netzwerk von ständig verfügbaren autonom fahrenden Fahrzeugen aufbauen soll.

Im Klartext: GM schürt kurz vor dem Start der Elektronikmesse CES die Erwartung, bald zum Vorreiter bei Roboter-Taxis aufzusteigen. Lyft-Mitgründer John Zimmer gab auch einen Zeitrahmen vor: Die Flotte selbstfahrender Lyft-Autos dürfte innerhalb der nächsten zehn Jahre an den Start gehen, wahrscheinlich früher, sagte er der Website "Buzzfeed".

Seite 1 von 2
Newsletter von Wilfried Eckl-Dorna
Mehr manager magazin
Zur Startseite

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH