Dienstag, 24. Mai 2016

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Rückschlag in den USA VW ruft alle E-Golf in den USA zurück

Ist nicht ganz so geworden, wie er sollte, zumindest auf dem US-Markt: Produktion des E-Golf in Wolfsburg.

Volkswagens Elektro-Offensive in den USA beginnt mit einem Stotterstart: Der Wolfsburger Autohersteller ruft seine E-Golf wegen der Gefahr von Stromausfällen in die Werkstätten. Das teilte die US-Verkehrsaufsicht NHTSA am Montag mit.

Es sind zwar nur 5561 Wagen vom Rückruf betroffen. Doch es handelt sich damit um alle bislang in den Vereinigten Staaten verkauften Fahrzeuge des 2015 auf dem US-Markt eingeführten Modells, wie ein VW-Sprecher auf Nachfrage bestätigte. Der Rückruf erfolgt nur wenige Tage vor dem mit reichlich PR-Getöse inszenierten Marktstart des Models 3 des Elektroautopioniers Tesla.

Das Problem liege in einem Überlastungsschutz, der zu schnell anspringe und zum plötzlichen Ausfall des Elektromotors führen könne. Der mögliche Defekt betreffe wegen des unterschiedlichen Stromsystems jedoch nur die USA, so der Sprecher. Ein Update der Batterie-Software soll nun Abhilfe schaffen.

Der größte Autobauer Europas steckt wegen des Skandals um manipulierte Abgaswerte bei Millionen von Dieseln in einer schweren Krise. Künftig will der Konzern verstärkt auf Elektroautos setzen.

Zuletzt stellte VW den sogenannten Budd-e als Konzeptauto vor - einen batteriebetriebenen Nachfahren des legendären Transporters Bulli. Das soll der Auftakt einer großen E-Offensive sein. "Viele weitere Modelle werden folgen", hatte VW-Markenchef Herbert Diess angekündigt

dpa-afx, soc

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