Montag, 18. Juni 2018

Nach sechs Monaten Volkswagen weltgrößter Autobauer vor Toyota - Doch die Probleme nehmen zu

Nach sechs Monaten weltgrößter Autobauer: Der 12-Marken-Konzern aus Wolfsburg hat allerdings auch Probleme - zum Beispiel in China und ganz aktuell mit der seiner Lastwagen-Tochter MAN

Volkswagen Börsen-Chart zeigen war in den ersten sechs Monaten gemessen an den Verkaufszahlen trotz der eigenen Absatzschwäche weltweit der größte Autohersteller. Europas Nummer eins überholte im ersten Halbjahr beim Absatz den japanischen Konkurrenten Toyota Börsen-Chart zeigen.

Die Japaner verkauften bis Ende Juni 5,022 Millionen Fahrzeuge der Marken Toyota, Daihatsu und Hino, wie der Konzern am Dienstag in Tokio mitteilte. Dies war ein Rückgang von 1,5 Prozent.

Bei Volkswagen mit seinen zwölf Marken waren die Verkäufe im ersten Halbjahr um 0,5 Prozent auf 5,04 Millionen Fahrzeuge zurückgegangen, wie VW vor einigen Tagen mitgeteilt hatte.

Beim US-Konzern General Motors Börsen-Chart zeigen, der Nummer drei weltweit, stagnierte der Absatz bei 4,8 Millionen Autos.

Probleme in China - Lastwagen-Tochter MAN senkt Umsatzprognose

Ob Volkswagen auch am Jahresende die Krone des weltgrößten Autobauers trägt, muss sich noch erweisen. Denn der für die Wolfsburger enorm wichtige chinesische Markt schwächelt so stark, dass Volkswagen bereits die Produktion in China zu drosseln gedenkt. Die Nachfrageschwäche in China könnte Volkswagen in diesem Jahr im schlimmsten Fall mehr als eine Milliarde Euro Gewinn kosten, wie manager magazin exklusiv meldete.

Auch an anderen Stellen gibt es Probleme: Die Lastwagen- und Maschinen-Tochter MAN leidet weiter massiv unter der Rezession in Brasilien. Der Jahresumsatz werde sinken und die operative Rendite werde sich mehr als halbieren, kündigte MAN am Dienstag an. Die Nutzfahrzeugsparte schrieb im ersten Halbjahr rote Zahlen, die Diesel- und Turbo-Sparte konnte das aber noch ausgleichen.

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt sei im Aufwind, doch der Auftragseingang bei MAN Latin America habe sich halbiert, und auch die Maschinenbausparte habe weniger Bestellungen, erklärte MAN.

Der Umsatz lag im ersten Halbjahr mit 6,7 Milliarden Euro noch auf Vorjahresniveau, aber der Betriebsgewinn schrumpfte wegen der schwächelnden Geschäfte und der Kosten des Konzernumbaus auf 15 Millionen Euro zusammen. MAN wird künftig enger mit der schwedischen VW-Lastwagentochter Scania zusammenarbeiten und streicht derzeit 1800 Stellen.

rei/dpa/reuters

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