Samstag, 26. Mai 2018

Winterkorn spricht vor Untersuchungsausschuss "Es waren nicht 2 oder 3 Leute. Es waren schon mehr"

VW-Abgasskandal: Winterkorns großer Tag vor dem Untersuchungsausschuss
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AFP

5. Teil: Die VW-Strategie nach der Aufdeckung des Skandals

4. Die VW-Strategie nach der Enthüllung der auffälligen Abgasdaten

- Stand der Ermittlungen: Schon im Frühjahr 2014 nannte der Forscherverbund ICCT verdächtige VW-Werte in den USA. Auf Fachebene soll dies sofort registriert worden sein. Im April 2014 mailte der Festgenommene laut Anklage einem Kollegen: "Zuerst sollte entschieden werden, ob wir ehrlich sind. Wenn wir nicht ehrlich sind, bleibt alles, wie es ist." Das FBI fand heraus: "Anstatt die Wahrheit zu sagen, verfolgten VW-Mitarbeiter die Strategie, so wenig wie möglich aufzudecken."

- Was noch unklar ist: Unklar ist, was nach dem "Schadenstisch" - also dem Treffen in Wolfsburg - genau passierte. Etliche Kommunikations- und Entscheidungswege werden weiter untersucht. Der in den USA Inhaftierte entwarf laut Anklage am 17. August 2015 einen Plan, was man Kaliforniens Umweltbehörde Carb sagen könne. Ein anderer Manager habe seine Beteiligung abgelehnt, um nicht lügen zu müssen - er soll später ein Kronzeuge geworden sein.

Von Jan Petermann und Sebastian Raabe, dpa

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