Dienstag, 27. September 2016

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US-Spitzentreffen im Dieselskandal VW-Chef Müller steht EPA-Chefin McCarthy Rede und Antwort

Hartes Los für VW-Chef Matthias Müller: Er muss der Chefin der US-Umweltbehörde EPA Rede und Antwort stehen

Es ist ein exaktes Timing für ein brisantes Treffen: Am Mittwoch, dem 13. Januar kommt es zu dem lange erwarteten Spitzentreffen zwischen Volkswagen und der US-Umweltbehörde EPA. VW-Chef Matthias Müller werde am kommenden Mittwoch in Washington zu einem Gespräch mit EPA-Leiterin Gina McCarthy erwartet, erklärte eine Behördensprecherin. Volkswagen habe um die Zusammenkunft gebeten.

Nur einen Tag später läuft eine wichtige Frist ab: Denn am 14. Januar schließt die kalifornische Umweltbehörde CARB die Prüfung von Volkswagens Plänen für den Rückruf der manipulierten Dieselautos ab.

VW wollte sich zu den Terminen des Vorstandschefs in den USA nicht äußern. Müller wird auf der Automesse in Detroit am Montag erstmals als neuer VW-Konzernchef in den USA auftreten, wo der Wolfsburger Konzern nach den Abgasmanipulationen mit milliardenschweren Klagen rechnen muss und sich einen immensen Imageschaden eingebrockt hat.

EPA erhöhte zuletzt Druck auf VW

Die EPA hatte sich zuletzt kritisch über die seit Wochen laufenden Verhandlungen mit dem Wolfsburger Konzern geäußert. Während VW-Markenchef Herbert Diess die Gespräche als sehr konstruktiv bezeichnete, erklärte die Behörde am Mittwochabend, die Diskussionen zu den Rückrufen hätten "keinen akzeptablen Weg nach vorne ergeben." Die EPA bestehe auf eine rasche, effektive und angemessene Lösung.

Einem Konzern-Insider zufolge hakt es, weil der technische Aufwand, die Fahrzeuge wieder zu gesetzeskonformen Abgaswerten zu bringen viel höher ist als in Europa, wo der Grenzwert für Stickoxid-Emissionen weniger streng ist. Zum Teil müssten Komponenten wie ein Katalysatorsystem neu entwickelt werden, was zu längeren Erprobungsphasen führe. Das könne die Genehmigung der Reparaturmaßnahmen durch die Behörden verzögern.

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