Montag, 23. Juli 2018

Prozess beginnt Manager und VW streiten um Boni vor Gericht

Der Streit um Boni zwischen Manager und dem Volkswagen-Konzern hält an

Im Rechtsstreit um Bonuszahlungen an einen hochrangigen VW-Manager verhandelt das Landesarbeitsgericht Hannover ab Montagmittag im Berufungsverfahren. Sowohl der Kläger - früher Chef von VW-Konzerntöchtern sowie Markenvorstand bei Volkswagen Nutzfahrzeuge - als auch Volkswagen hätten Berufung gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Braunschweig eingelegt, teilte das Landesarbeitsgericht mit.

Der Manager war der Ansicht, seine verschiedenen erfolgsabhängigen Bonuszahlungen seien nicht hoch genug ausgefallen, außerdem verlangte er, Befristungen im Dienstvertrag als unwirksam festzustellen. VW beurteilte die Bonuszahlungen als zutreffend festgesetzt.

Im Berufungsverfahren (Az.: 15 Sa 318/17) wendet sich der VW-Manager gegen die Entscheidung des Arbeitsgerichts, seine Klage zur Feststellung der Unwirksamkeit von Befristungen abzuweisen. Volkswagen wiederum wandte sich gegen die Verurteilung zur Zahlung weiterer Boni. Das Arbeitsgericht hatte entschieden, dass VW weitere persönliche Leistungsboni für die Jahre 2012 bis 2015 und einen Unternehmensbonus für 2015 zahlen musste.

Ebenfalls im Streit um Boni hatte es im vergangenen Sommer in einem anderen Fall eine Einigung zwischen Volkswagen und dem früheren Entwicklungsvorstand der Marke VW, Heinz-Jakob Neußer, gegeben. Beide Seiten schlossen einen Vergleich.

rei/dpa-afx

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