Montag, 23. April 2018

Renschler dämpft Erwartung Börsengang ist für VW-Truck-Chef nicht ausgemacht

Die Lkw-Marken des Volkswagen-Konzerns wachsen zusammen: Doch ein Börsengang sei damit nicht zwingend verbunden

Volkswagen will seine Nutzfahrzeugsparte Truck & Bus in eine Aktiengesellschaft ist umwandeln. Ein Börsengang ist laut Truck-Chef Andreas Renschler damit nicht zwingend verbunden.

Ein Börsengang der VW-Lastwagen- und Bussparte Truck & Bus mit den Marken MAN und Scania ist nach Einschätzung von Vorstandschef Andreas Renschler frühestens in einem Jahr möglich. "Das heißt aber nicht automatisch, dass wir dann an die Börse gehen", sagte der Manager am Montag in München. Die Sparte wolle bis 2025 auch in den USA sowie Asien stark aufgestellt und der profitabelste Lkw-Hersteller sein.

In den nächsten zwölf Monaten wolle sich VW Truck & Bus in eine europäische Aktiengesellschaft umwandeln und börsenfähig werden. Damit sei die Sparte flexibler und habe zusätzliche Möglichkeiten, sich Geld für Wachstum zu besorgen, erklärte Renschler. Ob und wann ein Börsengang erfolge, hänge auch vom Umfeld ab.

Am US-Lastwagenhersteller Navistar hält VW Truck & Bus heute 16,9 Prozent. Ab 17 Prozent müsste VW allen Navistar-Aktionären ein Übernahmeangebot machen.


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Die MAN-Sparte Diesel & Turbo werde aus dem MAN-Konzern ausgegliedert und direkt dem VW-Konzern unterstellt, sagte Renschler. Dieser Bereich würde nicht in eine "Börsenstory" der Lastwagensparte passen.

Volkswagen bereitet seine Nutzfahrzeugsparte für den Kapitalmarkt vor. Dazu hatte der Aufsichtsrat vergangene Woche beschlossen, die Tochter Truck & Bus GmbH in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Insidern zufolge wird für das Auftaktquartal 2019 ein Gang aufs Parkett angepeilt.

rei/dpa/Reuters

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