Freitag, 21. September 2018

Quote von 86 Prozent erreicht VW erfüllt "Dieselgate"-Vorgaben vorzeitig

Glänzt wieder alles bei VW in den USA? Noch ganz, doch die meisten vom Dieselskandal betroffenen Fahrzeuge hat VW in den USA aus dem Verkehr gezogen oder das Problem mit neuer Software gelöst

Volkswagen hat seine Vorgaben beim Entschädigungsprogramm für US-Kunden, deren Dieselautos vom Abgasskandal betroffen sind, vorzeitig erreichen können. Der Konzern hat durch Rückkäufe, Leasing-Stopps und Reparaturen bereits 85,8 Prozent aller manipulierten Dieselwagen in den USA aus dem Verkehr gezogen oder die illegale Abgas-Technik in ihnen beseitigt.

Das geht aus dem jüngsten der Statusberichte hervor, die regelmäßig im Zuge der milliardenschweren Vergleiche mit US-Sammelklägern vom zuständigen Gericht in San Francisco veröffentlicht werden. Der Dieselskandal hat Volkswagen bislang mehr als 20 Milliarden Euro gekostet.

VW musste sich bei der Einigung mit den US-Klägern verpflichten, bis Mitte 2019 mindestens 85 Prozent der rund 475.000 vom Skandal betroffenen Wagen mit 2,0-Liter-Motoren von der Straße zu holen oder in legalen Zustand umzurüsten. Ansonsten hätten zusätzliche Strafen gedroht. Dieses Ziel ist nun bereits erreicht.

Später waren allerdings noch knapp 80.000 größere Modelle mit 3,0-Liter-Motoren hinzugekommen. Ein großer Teil der Fahrzeuge musste zurückgekauft werden, viele Wagen werden bis auf Weiteres auf riesigen Parkplätzen zwischengelagert. VW hatte im September 2015 eingeräumt, mit einer speziellen Software systematisch Stickoxidwerte manipuliert zu haben.

rei/dpa-afx

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