Mittwoch, 24. Januar 2018

Abgasskandal VW-Großkunde fordert 12 Millionen Euro Schadenersatz

VW-Konzernchef Matthias Müller.

Am Landgericht Braunschweig wird am heutigen Freitag über die Klage des VW-Flottenkunden Deutsche See verhandelt. Wegen arglistiger Täuschung will der Fischverarbeiter insgesamt 11,9 Millionen Euro Schadenersatz von Volkswagen erstreiten.

Von den Abgasmanipulationen sind nach Unternehmensangaben etwa 500 Autos betroffen. Die Firma mit Sitz in Bremerhaven hatte den Schritt bereits im Sommer 2016 angekündigt und Anfang Februar als erster deutscher Großkunde im Abgasskandal Klage eingereicht.

"Wir sind tief enttäuscht über VW und fühlen uns hingehalten und betrogen", hatte Deutsche-See-Chef Egbert Miebach zum Zeitpunkt der Klageeinreichung erklärt. "Umweltfreundliche Mobilität war der Grundgedanke der Partnerschaft." Das sei auch schriftlich so festgehalten worden,

In Deutschland laufen mehrere hundert Verfahren, in denen Fahrer von VW-Dieseln auf Schadenersatz gegen Händler oder den VW-Konzern klagen. In den USA können Fahrer betroffener Autos mehr als 5000 Dollar (4635 Euro) Entschädigung bekommen. Für Kunden in Europa plant VW keine solche Entschädigung.

Rei/dpa/dpa-afx

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