Freitag, 16. November 2018

Absatz von Audi und VW knickt ein VW-Absatz fällt deutlich - Sorgen um China

VW-Produktion in Dresden: Absatz weltweit minus 6 Prozent, in Deutschland minus 11 Prozent im Oktober

Dämpfer für Volkswagen: Die Auslieferungen der Volkswagen -Kernmarke VW sind im Oktober weiter zurückgegangen. Weltweit sank der Absatz um 6,2 Prozent auf 516.900 Fahrzeuge, wie der Autobauer am Freitag in Wolfsburg mitteilte. Grund dafür war in erster Linie die schwache Kauflust in China. Die Verunsicherung der chinesischen Verbraucher aufgrund des Handelskonflikts mit den USA ließ den Absatz in dem für VW wichtigen Markt um 9,8 Prozent auf 274 100 Autos sinken.

Auch die Verkäufe in Europa wurden im Oktober weiterhin von der Umstellung auf den neuen Abgasstandard WLTP beeinträchtigt, wenn auch nicht mehr so stark wie im September. "Wir erwarten, dass sich diese Erholung im November und Dezember fortsetzt", sagte Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann. Europaweit verbuchte VW einen Rückgang von 7,1 Prozent auf 122 000 Fahrzeuge. Besonders deutlich fiel das Minus mit 11,7 Prozent erneut in Deutschland aus. Positive Impulse verzeichnet VW nach eigenen Angaben in Russland und Brasilien.

Auf die ersten zehn Monate des Jahres gerechnet liegt VW aber immer noch im Plus. Mit 5,14 Millionen Fahrzeugen verkaufte VW 1,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Laut Volkswagen entspricht dies einem neuen Spitzenwert.

Audi auch im Oktober mit Absatzrückgang - WLTP bremst

Modellwechsel und die Umstellung auf den neuen Abgas- und Verbrauchsprüfstandard WLTP haben auch der VW-Tochter Audi Börsen-Chart zeigen einen weiteren tiefroten Absatzmonat beschert. Im Oktober verkaufte die Volkswagen -Tochter mit weltweit 117 600 Fahrzeugen knapp 26 Prozent weniger als noch vor einem Jahr, wie Audi am Freitag in Ingolstadt mitteilte. Im bisherigen Jahresverlauf summieren sich die Auslieferungen damit auf 1,525 Millionen Fahrzeuge, damit steht Audi mit 0,9 Prozent im Rückstand im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Besonders hart traf es das Unternehmen im vergangenen Monat in Europa, wo Audi mit der schleppenden Zulassung seiner Fahrzeuge nach dem neuen WLTP-Standard kämpft und deshalb viele Modelle nicht lieferbar sind. Dort wurden im Oktober 32 150 Fahrzeuge von der Marke mit den vier Ringen verkauft, knapp 53 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Modellwechsel in USA

Audi sieht inzwischen aber etwas Licht am Ende des Tunnels: Im vergangenen Monat habe sich die Zahl der Modelle mit WLTP-Genenehmigung nahezu verdoppelt. Das Unternehmen geht allerdings weiterhin davon aus, dass erst bis Jahresende das normale Angebot wieder erreicht wird.

In den USA bekam der deutsche Hersteller vor allem die Zurückhaltung der Kunden wegen des bevorstehenden Marktstarts mehrerer Modelle wie etwa A6 und Q8 zu spüren - dort gingen die Verkäufe um 17,3 Prozent zurück. In China hingegen trotzte Audi der dortigen aktuellen Marktschwäche mit einem Auslieferungsplus von 5,4 Prozent.

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