Montag, 25. Juni 2018

Streik in VW-Werk in Slowakei beendet 14 Prozent mehr Geld - VW-Mitarbeiter beenden Streik

Das Werk von Volkswagen in Bratislava wurde seit Dienstag bestreikt

Nach sechs Tagen Streik haben die Beschäftigten von Volkswagen Slovakia am Montag ihre Arbeit wieder aufgenommen. Gewerkschafter und Firmenleitung hatten sich zuvor am Sonntagabend auf höhere Löhne für die über 12.000 Mitarbeiter geeinigt.

Demnach sollen die Löhne in mehreren Schritten bis August 2019 um insgesamt 14,2 Prozent steigen. Die Gewerkschaftsvertreter hatten ursprünglich eine Erhöhung von 16 Prozent gefordert, feierten aber auch den Kompromiss als großen Erfolg. In der 25-jährigen Firmengeschichte von Volkswagen Slovakia war dies der erste Streik überhaupt.

Die Positionen schienen lange Zeit unvereinbar. Die Belegschaftsvertreter hatten zuvor darauf verwiesen, dass das Automobilwerk am Stadtrand von Bratislava eines der produktivsten im weltweiten Konzernverbund sei und die Mitarbeiter trotzdem nur einen Bruchteil des Lohns ihrer deutschen Kollegen erhielten. Das habe man nun 25 Jahre lang akzeptiert und Volkswagen Börsen-Chart zeigen damit hohe Gewinner ermöglicht. Nun sei Zeit für eine Beteiligung der Arbeiter an diesem Erfolg.

Die Firmenleitung betonte hingegen, mit einem durchschnittlichen Bruttolohn von 1800 Euro pro Monat sei die Bezahlung bei VW doppelt so hoch wie das Durchschnittseinkommen in der Slowakei. Der Autobauer hat in dem Land rund 12.000 Beschäftigte.

Volkswagen ist einer der größten Arbeitgeber und Exporteure der Slowakei. Innerhalb des Volkswagen-Konzerns wiederum gilt der slowakische Standort als einer der modernsten und produktivsten. Dort werden Autos für fünf Marken produziert, nämlich VW, Porsche, Audi, Seat und Skoda.

mg/rei/dpa-afx

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