Montag, 26. Juni 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Volkswagen treibt Umbruch voran VW kauft Bezahldienst fürs Parken und sucht 1000 IT-Profis

PayByPhone: Volkswagen kauft einen weiteren Bezahldienst und treibt damit seine Mobilitätsstrategie voran
[M] Apple, paybyphone, REUTERS
PayByPhone: Volkswagen kauft einen weiteren Bezahldienst und treibt damit seine Mobilitätsstrategie voran

Volkswagen treibt seinen Umbruch nach dem Abgasskandal voran. Um das Geschäft mit Mobilitätsdienstleistungen auszubauen, übernimmt die VW-Finanztochter den Park-Bezahldienst PayByPhone. Der Konzern will zudem 1000 zusätzliche IT-Experten für neue Geschäftsfelder einstellen.

Die Volkwagen-Finanztochter Volkswagen Financial Services will mit dem Kauf von PayByPhone ihr Geschäft mit mobilen Bezahldiensten deutlich ausweiten. Die Firma mit Sitz in Vancouver in Kanada sei der weltweit führende Anbieter von bargeldlosem Bezahlen beim Parken, teilte VW Financial Services am Mittwoch mit. Zu dem Kaufpreis machte Volkswagen keine Angaben.

"Aktuell sind Parkvorgänge und deren Abrechnung häufig umständlich, zeitraubend und ein wunder Punkt in vielen Städten Europas und der Welt", erklärte der Vertriebsvorstand von VW Financial Services, Christian Dahlheim. Bereits 2015 hatte die VW-Finanztochter die Mehrheit am Bezahldienst Sunhill Technologies erworben. PayByPhone mit rund 100 Mitarbeitern habe 2016 weltweit rund 60 Millionen Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 240 Millionen Euro abgewickelt.

VW will mehr als 1000 IT-Experten einstellen

Außerdem kündigte der VW-Konzern am Mittwoch an, allein in den kommenden drei Jahren mehr als 1000 IT-Experten einzustellen. Damit wolle VW sein Know-how etwa bei den Themen Künstliche Intelligenz, Big Data oder Virtual Reality ausbauen. Die Hälfte der IT-Spezialisten komme in die Konzernzentrale nach Wolfsburg.

Volkswagen befindet sich derzeit wie die gesamte Autobranche in einem grundlegenden Wandel. Schwerpunkte sind alternative Antriebe wie der Elektromotor sowie die Digitalisierung der Autos. Bei VW ist dies auch eine Reaktion auf den Abgas-Skandal bei Dieselfahrzeugen.

Der Wolfsburger Konzern hatte angekündigt, Mobilitätsdienstleistungen rund ums Auto massiv auszubauen. Die neue Marke "Moia" soll zu einem der drei weltweit führenden Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen werden. In einigen Jahren soll die neue Marke einen Umsatz in Milliardenhöhe machen.

Radikalumbau: VW schafft zwei neue Milliardenkonzerne

rei/dpa

Nachrichtenticker

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH