Sonntag, 19. November 2017

VW-Chef Müller stellt sich Die fünf wichtigsten Antworten zum Abgas-Skandal

Volkswagen-Konzernchef Müller : Außer den Rückstellungen von 6,7 Milliarden Euro für die Abwicklung der Rückrufe können wir "noch keine Kosten abschätzen, die in den USA auf uns zukommen, etwa Schadenersatzzahlungen."

Seit fünfeinhalb Wochen lässt der Skandal um manipulierte Dieselmotoren den Volkswagen-Konzern Börsen-Chart zeigen erzittern. Elf Millionen Fahrzeuge ruft der Autohersteller deshalb weltweit zurück , 8,5 Millionen davon in Europa. Knapp 6,7 Milliarden Euro hat Volkswagen dafür zurückgestellt. Das hat dem Autokonzern im dritten Quartal einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro eingebrockt - das erste Minus seit mehr als 20 Jahren.

Für Deutschland gibt es einen vom Kraftfahrt-Bundesamt bestätigten Zeitplan für die Rückrufe, im Januar 2016 beordert Volkswagen die ersten betroffenen Fahrzeuge in die Werkstätten. Gegenüber der Öffentlichkeit haben sich VW-Topmanager bislang auffällig mit Details zum Stand der Abgas-Affäre zurückgehalten. Ein einziges ausführliches Interview hat Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller seit seinem Amtsantritt gegeben: Anfang Oktober erläuterte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sein Vorgehen bei der Bewältigung der Krise.

Nun hat Müller gemeinsam mit VW-Finanzvorstand Frank Witter doch noch ein paar drängende Fragen der Öffentlichkeit beantwortet: Bei einer Telefonkonferenz zur Präsentation der Quartalszahlen beantworteten die beiden VW-Topmanager gemeinsam mit dem Leiter der Vertriebssteuerung, Axel Kalkhoff, Fragen von Analysten und Journalisten. manager-magazin.de berichtete darüber in einem Live-Ticker - und fasst hier nochmal die fünf wichtigsten Fragen und Antworten des VW-Managements zusammen.

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