Freitag, 26. August 2016

Neues Milliardenrisiko für Volkswagen US-Anwalt plant Sammelklagen auch für deutsche VW-Kunden

Bislang will sich Volkswagen bei geschädigten Dieselkunden in Deutschland mit Rückrufen aus der Affäre ziehen. Ein US-Sammelkläger will jetzt aber auch für deutsche Dieselgate-Opfer Entschädigungen erwirken

Dem VW-Konzern droht in der Dieselaffäre nun auch Ärger von betroffenen deutschen Kunden. Der US-Sammelkläger Michael Hausfeld, der bereits in den USA gegen VW vorgeht, will für die heimischen Besitzer von Autos mit manipulierten Abgaswerten jetzt ebenfalls Schadenersatz erwirken.

In Deutschland könnte es dabei um Entschädigungen von bis zu 2,5 Milliarden Euro gehen. Dies berichtet das manager magazin in der kommenden Ausgabe, die ab dem 19. Februar im Handel erhältlich ist.

Dem Bericht zu Folge will die Washingtoner Kanzlei Hausfeld, die seit Jahresbeginn auch ein Büro in Berlin hat, noch in diesem Monat eine Webseite freischalten, auf der die rund 2,5 Millionen betroffenen VW-Kunden Ansprüche geltend machen und an einen Rechtsdienstleister abtreten können. Den Regressanspruch leite Hausfeld, gestützt auf ein Rechtsgutachten, aus dem offensichtlichen Verstoß des VW-Konzerns gegen die Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung ab, heißt es weiter.

Die Finanzierung des Projekts sei laut Hausfeld durch einen Prozessfinanzierer gesichert. Hausfeld sagte dem Blatt: "Wir sind in der Lage, Klagen und Verfahren notfalls zehn Jahre lang durchzuziehen."

Der Staranwalt und Sohn von Naziflüchtlingen ist in Deutschland Ende der 90er Jahre bekannt geworden. Damals war er einer der Hauptbeteiligten beim Zustandekommen des Entschädigungsfonds für ehemalige Zwangsarbeiter während des Nationalsozialismus.

Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der März-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen.
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