Montag, 18. Dezember 2017

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Vom Schmuddelkind zum Absatzkönig Volkswagens erstaunliches Comeback in den USA

Volkswagen-Händler in San Diego Kalifornien

Volkswagen Börsen-Chart zeigen findet in den USA in die Erfolgsspur zurück. Der Absatz der Kernmarke ist im September nach eigenen Angaben um 33,2 Prozent auf 32.112 gestiegen. Damit sind die Wolfsburger Amerikas Absatzkönig im September (gemessen am Zuwachs). Der Konzern führt das unter anderem auf den neuen Geländewagen Atlas und den kompakteren Tiguan zurück.

Nachdem der Abgasskandal den Absatz zeitweise hatte einbrechen lassen, versuchen die Wolfsburger mit der SUV-Offensive und großzügigen Kaufanreizen einen neuen Angriff in den USA. Seit Jahresbeginn kletterten die Verkäufe um 9,2 Prozent. Auch beim wichtigsten US-Modell Jetta und der Golf-Serie gibt es starke Zuwächse. Die VW-Tochter Audi konnte ein Plus von 9,6 Prozent verbuchen.

VW-Aktien haben am Mittwoch vorbörslich um 1,2 Prozent zugelegt, gestützt von dem starken Anstieg der Pkw-Verkäufe in den USA. Aktien von VW hatten zuletzt vom Hoch bei 141,90 Euro etwas nachgegeben und könnten sich nun wieder erholen.

Grundsätzlich hat Volkswagen seine Abgasskandal-Probleme damit aber noch nicht überwunden. Zuletzt gab der Konzern eine Gewinnwarnung heraus, weil der Rückruf von Diesel-Fahrzeugen in den USA Probleme macht. Zudem sind offenbar 500.000 Benziner nicht ordnungsgemäß zugelassen.

Beim bayerischen Konkurrenten BMW Börsen-Chart zeigen gab es beim US-Absatz dagegen einen Rückgang um 0,4 Prozent. Die Tochter Mini drückte das Ergebnis mit einem Minus von 7,2 Prozent. Bei Mercedes betrug das Minus 1,7 Prozent.

Insgesamt gab es auf dem US-Automarkt im September ein Plus von gut 7 Prozent. Hintergrund sind unter anderem die Zerstörungen der Wirbelstürme "Harvey" und "Irma" in Texas und Florida. Nach Branchenschätzungen wurden bis zu 700.000 Fahrzeuge zerstört. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2016 wurden die Konzerne 17,55 Millionen Autos in den USA los. Im September stieg die Nachfrage vor allem in der unwettergeplagten Metropole Houston, die tagelang überschwemmt war.

General Motors Börsen-Chart zeigen und Ford Börsen-Chart zeigen verkauften im September im Vergleich zum Vorjahresmonat 11,9 Prozent beziehungsweise 8,7 Prozent mehr Fahrzeuge, wie die Detroiter Konzerne am Dienstag mitteilten.

Die Aktionäre honorierten dies mit Kursaufschlägen. Dagegen musste sich Fiat Chrysler Börsen-Chart zeigen mit einem Absatzrückgang zufriedengeben. Das Unternehmen führte dies vor allem das wenig profitable Geschäft mit Mietwagenfirmen zurück, das eingedampft werden soll. Für die deutschen Autohersteller fiel der September gemischt aus.

Der Absatz entwickelte sich für die gesamte Branche nach dem Rekordjahr 2016 bisher eher mau, so dass viele Wagen auf den Höfen der Händler stehen blieben und Privatkäufern Rabatte in Rekordhöhe eingeräumt wurden. Manche Experten gehen davon aus, dass diese Probleme auch mit dem insgesamt erfolgreichen September nicht gelöst sind. "Das wird eine kurze Party", sagte die Analystin Michelle Krebs vom Onlineautohaus Autotrader.

Der in den USA nach Absatz zweitgrößte Konzern hinter GM, Toyota Börsen-Chart zeigen, verbuchte ein Plus von fast 15 Prozent. Die Japaner setzen eher auf neue Limousinen, während sich die US-Rivalen auf Geländewagen konzentrieren.

nis/rtr/dpa-afx

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