Freitag, 28. Juli 2017

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Führender Motorenentwickler Audi-Manager in Haft will zum Dieselskandal aussagen

Im Rahmen der Ermittlungen w�rden am Mittwoch Standorte von Audi in Ingolstadt und Neckarsulm sowie an weiteren sieben Orten durchsucht, hieà es.

Der seit vergangener Woche wegen der Abgasaffäre inhaftierte Ex-Audi-Manager will mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten. Sein Anwalt Walter Lechner sagte der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe): "Mein Mandant sagt aus. Er kooperiert mit der Staatsanwaltschaft, um seinen Beitrag zur Aufklärung des Sachverhalts zu leisten." Der festgenommene Mann war einer der führenden Motorenentwickler bei der Volkswagen-Tochter Audi und ist offenbar stark in die Abgasaffäre verwickelt.

Die Münchener Staatsanwaltschaft hatte am Freitag mitgeteilt, dass ihm Betrug und unlautere Werbung vorgeworfen werden. Dem "SZ"-Bericht zufolge hat die Staatsanwaltschaft Erkenntnisse, dass er dazu beigetragen hat, die amerikanischen Umweltbehörden jahrelang mit manipulierten Schadstoffwerten über den wahren Abgasausstoß von Diesel-Fahrzeugen zu täuschen.

Sein Anwalt sieht die Verantwortung dafür aber nicht bei seinem Mandanten. "Fest steht jedenfalls, dass mein Mandant nicht die unternehmenspolitische Entscheidung hierfür treffen konnte und auch nicht getroffen hat."

Der Inhaftierte soll bis 2015 ein Team von Ingenieuren geleitet haben, das für die Abgaskontrollsysteme der Modelle für den US-Markt zuständig war. Gegen den 60-jährigen Italiener haben außerdem die US-Behörden Strafanzeige gestellt. Sie werfen ihm Verschwörung zum Betrug und Verstöße gegen US-Umweltrecht vor.

Die Münchner Staatsanwaltschaft hatte Mitte März ein Verfahren wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung bei Audi eingeleitet. Dabei ging es zunächst um Abgas-Manipulationen in den USA, später wurde es auch auf Fahrzeugverkäufe in Deutschland und Europa ausgeweitet.

rei mit dpa-afx

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