Dienstag, 27. September 2016

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Volkswagen-Abgasskandal Zahlreiche VW-Manager sollen an Manipulationen beteiligt gewesen sein

Volkwagen-Händler in New York: In den USA drohen dem Konzern wegen des Abgasskandals Milliardenstrafen

Von den Abgas-Manipulationen bei Volkswagen haben einem Medienbericht zufolge zahlreiche Manager und Mitarbeiter des Wolfsburger Konzerns gewusst. Interne Befragungen bei VW hätten ergeben, dass nahezu alle mit Abgas-Problemen befassten Führungskräfte in der Motoren-Entwicklung eingeweiht oder sogar beteiligt gewesen seien, berichten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR.

Ein Kronzeuge, gegen den die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt, habe erklärt, er habe einen hochrangigen Manager außerhalb der Abteilung auf die Manipulationen aufmerksam gemacht. Dieser habe aber nicht reagiert. Ein VW-Sprecher sagte, es handele sich um Spekulationen, zu denen sich das Unternehmen nicht äußere.

Den Berichten zufolge sei es in der Motoren-Entwicklung kein Geheimnis gewesen, dass VW bei den Abgastests in den USA und Europa nur so die Schadstoff-Grenzwerte für Stickoxid offiziell habe einhalten können. Um sich zu schützen, habe in der Abteilung ein "Schweigegelübde" geherrscht. Andere Bereiche im Konzern hätten davon nichts wissen sollen, von Ausnahmen abgesehen. Die Manipulation hätten im November 2006 begonnen.

Wie bereits bekannt, war der Ausgangs-Punkt des Skandals eine strategisch groß angelegte Diesel-Offensive von VW in den USA in den Jahren 2005 und 2006. VW hatte damals massive Absatzprobleme in den USA. VW wollte die Hybridtechnik des Erzrivalen Toyota mit einem "Clean Diesel" ausstechen. Diese Technik sollte sauber, aber nicht zu teuer sein. Dies aber war nur mit Hilfe der Manipulations-Software zu erreichen.

Die VW-Spitze hatte stets betont, dass von den Manipulationen in der Motorsteuerung nur eine kleine Gruppe von Mitarbeitern gewusst habe, nicht aber Vorstand und Aufsichtsrat. VW hatte als Reaktion auf den Abgas-Skandal mehrere Mitarbeiter beurlaubt, gegen etliche ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdachts. Bei VW laufen außerdem interne Untersuchungen. Volkswagen hatte angekündigt, zur Hauptversammlung im April einen Bericht zum Skandal vorlegen zu wollen.


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ts/Reuters/dpa

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