01.11.2017

Absatz steigt nach Abgasskandal

Das sind die Gründe für VWs erstaunliches US-Comeback

Hannes Breustedt, dpa/nis

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Flaggen vor einem VW-Händler in San Diego, Kalifornien

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Große Schiebetüren, gegenüberliegende Sitze, Elektroantrieb - und kompletter Verzicht auf Lenkrad oder Fahrer: Mit solchen Robotertaxis will Volkswagen in wenigen Jahren den Stadtverkehr in Metropolen umkrempeln. Auf der Automesse IAA stand vor wenigen Wochen die jüngste Inkarnation des "Sedric" getauften Personentransporters der Zukunft.

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Die großen Türen ermöglichen nicht nur leichteres Ein- und Aussteigen - auch die Reinigung des Fahrzeugs wird dadurch einfacher. Und die Sitze sind so gestaltet, dass möglichst wenig kaputtgehen kann - ähnlich wie ein Stadtbus.

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Anders als Busse mit ihren vordefinierten Routen sollen die Sedric-Fahrzeuge jedoch jedes Ziel in einer Stadt anfahren können - und das alles mit Kollegen Computer am Steuer. Aktuell werden die Sedric-Prototypen auf dem VW-Werksgelände in Wolfsburg getestet. Bereits im Jahr 2021 will VW mit den ersten komplett selbstfahrenden Fahrzeugen in zwei bis fünf Metropolen starten.

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Verantwortlich für den Sedric ist Johann Jungwirth, der Chief Digital Officer des VW-Konzerns. Die kleine Fernbedienung in der der Hand ist alles, was Jungwirth braucht, um in der VW-Vision mobil zu bleiben. Sie bucht das Robo-Taxi, lotst es zum Passagier, entriegelt und startet es.

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"OneButton" nennt VW den zentralen Schlüssel zur neuen Mobilität. Natürlich wird sich ein Sedric-Fahrzeug auch per App buchen lassen. Jungwirth bastelt auch bereits an Zusatzdiensten für seine Sedric-Flotte: In der Erprobung sind etwa der Verkauf von Getränken in selbstfahrenden Fahrzeugen - oder die Aufgabe von Paketen mithilfe eines DHL-Lesegeräts.

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Der Innenraum erinnert des Sedric-Personentransporters erinnert an ein London-Taxi oder einen Stadtbus. Vier Personen haben reichlich Platz in dem Fahrzeug. Ein Cockpit gibt es nicht mehr. Während der Fahrt können die Passagiere auch Filme oder Internetinhalte auf einem transparenten OLED-Bildschirm vor der Frontscheine sehen. Möglich ist dabei auch die Einblendung von Werbung, die dann einen Teil der Fahrtkosten finanziert, verrät Jungwirth im Interview.

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Auf eine elektrische Reichweite von 400 Kilometer soll der Sedric kommen. Wie alle neueren autonomen Konzepte sendet auch Sedric Signale an die Außenwelt - durch die LED-Displays in Front, Flanken und Heck. Die voll verkleideten Räder sind keine reine Designspielerei, sie senken auch noch einmal das Geräuschniveau des E-Autos.

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Weltweit zuerst starten soll Moia Ende 2018 in Hamburg losgehen, sagt Jungwirth. VW will dann mit 200 rein elektrisch angetriebenen Shuttles loslegen, in denen noch menschliche Fahrer sitzen. Doch eine Umstellung auf vollautonomes Fahren ist bereits vorgesehen. Geld verdienen wird VW mit Fahrdiensten erst ab 2021, wenn die Fahrzeuge ohne menschliches Zutun auskommen, prognostiziert Jungwirth.

AUDI AG

Roboterautos werden ein" superprofitables Geschäft, weil man die Fahrer nicht mehr braucht", meint Jungwirth. Doch der Konzern will mit seiner Selbstfahr-Technologie nicht nur zum Flottenanbieter in Städten mutieren. Die Selbstfahr-Funktionen soll es auch in Autos geben, die nach wie vor für den klassischen Kauf vorgesehen sind. Die VW-Tochter Audi hat mit der Studie Aicon (im Bild) gezeigt, wie ein solches Fahrzeug aussehen könnte ...

AUDI AG

... an ein Auto erinnert im Aicon-Innenraum nicht mehr viel. Die Sitze sind weiträumig verschiebbar, das ganze erinnert eher an eine Lounge. Ein Lenkrad oder Pedale gibt es in dem Konzeptwagen gar nicht mehr, der loungeartige Innenraum kann zum Arbeiten, zur Unterhaltung oder zum Entspannen genutzt werden. Natürlich wird auch der Aicon vollelektrisch angetrieben - wann ein solches Fahrzeug in Serie gehen könnte, wollte Audi aber noch nicht voraussagen.

Als "Dieselgate" im September 2015 aufgedeckt wurde, schien Amerika für Volkswagen endgültig verloren. Die Wolfsburger steckten auf dem US-Markt ohnehin schon in der Krise, durch den Abgasskandal wirkte die Lage dann völlig hoffnungslos.

Gut zwei Jahre später keimt jedoch neue Hoffnung auf. Die Verkäufe in den USA steigen wieder - zuletzt sogar kräftig. "Dieses Land liebt es, eine zweite Chance zu geben", freut sich Nordamerika-Chef Hinrich Woebcken. Etwas komplexer sind die Gründe allerdings schon.

"Die richtigen Autos zum richtigen Zeitpunkt" seien entscheidend dafür, dass VW in den USA wieder auf Wachstumskurs sei, meint Woebcken. Nachdem Analysten dem Unternehmen jahrelang eine verfehlte Produktpolitik vorwarfen, setzt die neueste Modelloffensive mit den SUVs Atlas und Tiguan auf familientaugliche Stadtgeländewagen.

Neben Pick-up-Trucks stehen solche Fahrzeuge in der Gunst der US-Kunden ganz oben. Man habe also endlich die richtigen Lösungen gefunden, versichert Woebcken: "VW verändert sich."

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Anfangseuphorie: Zum Elektroauto-Gipfel 2010 ließ sich der damalige Siemens-Chef Peter Löscher in einem Nachbau des Elektroautos "Viktoria" aus dem Jahre 1905 chauffieren. Unter anderem sollte das Geschäft mit E-Motoren dem Münchener Technologiekonzern einen großen Anteil an dem entstehenden Boommarkt verschaffen. Inzwischen erwägt Siemens aus dem Motoren-Gemeinschaftsunternehmen mit dem französischen Zulieferer Valeo auszusteigen.

Ein allgemeiner Umstieg vom Verbrenner auf Elektroautos würde die Karten im Motorenbau neu mischen. Zwar ist der Motor auch im Batteriewagen ein Herzstück. Doch er ist deutlich weniger komplex und lässt sich an anderen Stellen im Auto platzieren - zum Beispiel direkt an der Achse oder sogar in den Rädern (Foto: Mercedes SLS) .

Wolfgang Groeger-Meier

Deshalb gönnen manche Hersteller ihren Fahrzeugen einen zweiten Kofferraum, wo klassischerweise das Antriebsaggregat sitzt(Im Bild: Tesla Model S).

BMW

Trotz der anderen Beschaffenheit - die deutschen Hersteller setzen bisher überwiegend auf die Elektromotoren-Fertigung im eigenen Hause. Beispiel BMW: Die Münchener haben den 125-Kilowatt-E-Motor für den i3 selbst entwickelt und fertigen ihn im Werk Landshut. "Seit jeher ist der Antrieb für die Bayerischen Motoren Werke ein zentrales Differenzierungsmerkmal", ließ BMW zur Einführung des Wagens wissen.

Jürgen Pander

Inzwischen haben die Münchener den Motor weiterentwickelt. Der Antrieb für den sportlicheren i3s hat zehn Kilowatt mehr Kraft und beschleunigt den Wagen in 6,9 Sekunden auf 100 Kilometer.

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Volkswagen lässt die Motoren für seine Elektroautos im Werk Kassel bauen. Gewerkschaften hätten vermutlich wenig Verständnis dafür, wenn diese Tätigkeit ausgegliedert würde. Entwicklungsvorstand Frank Welsch ist aber auch überzeugt, dass die Autohersteller sich mit immer ausgefeilteren Elektromotoren voneinander abgrenzen können. Unter anderem komme es darauf an, die Geräuschkulisse für die Fahrzeuginsassen angenehm zu gestalten.

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US-Elektroauto-Vorreiter Tesla baut seine Elektromotoren ebenfalls selbst - im kalifornischen Fremont. Anfang 2017 wurde bekannt, dass es auch in der so genannten Gigafactory in Nevada eine Fertigung für Elektromotoren und Getriebe geben werde. Die 350-Millionen-Dollar-Investition werde 550 weitere Jobs dort bringen, sagte der Gouverneur von Nevada, Brian Sandoval.

Aufgrund der zahlreichen Eigeninitiativen der Autobauer bleiben die Möglichkeiten für Zulieferer begrenzt. Bosch (im Bild: Elektrokomponente für einen Hybridantrieb) immerhin hat sich in einem Gemeinschaftsunternehmen mit Daimler zusammengetan...

Daimler

... und baut unter anderem Antriebe für die Plugin-Hybride von Mercedes.

Die Stuttgarter wollen aber auch mit Elektromotoren für Kleinwagen den Markt aufrollen.

Daimler

Doch Daimler-Tochter Smart wiederum lässt sich den Elektromotor von Kooperationspartner Renault zuliefern.

Und Toyota stellt Elektroantriebe für seine Hybridfahrzeuge sowieso selbst her.

Bosch

Neue Märkte soll Bosch die so genannte E-Achse erschließen. Sie integriert Motor und Getriebe zu einem kompletten Antriebsstrang und lässt sich beinahe beliebig skalieren. Wenn die großen Autobauer schon kein Interesse zeigen, sollten zumindest Start-ups in China oder auch Europa (Streetscooter, eGo Mobile) Interesse zeigen.

Siemens AG

Auch Siemens berichtet eher von China, wenn es um Erfolge beim Elektromotoren-Geschäft geht. In Europa ist das Thema E-Mobilität allerdings als Ganzes weiterhin hochaktuell für den Münchener Konzern. So stattet das Unternehmen Lastwagen mit E-Motoren aus und setzt dabei auf die Oberleitungstechnik. In Schleswig-Holstein soll nun eine der ersten Teststrecken entstehen.

Siemens

Große Ziele verfolgt Siemens auch mit Elektroflugzeugen. Der Ausflug zurück in die Pkw-Zulieferung könnte dagegen in wenigen Jahren enden.

Noch ist es zu früh, um zu sagen, ob der Plan aufgehen wird - die Hoffnungsträger Atlas und Tiguan des Modelljahrgangs 2018 starteten gerade erst richtig in den Verkauf. Doch der Auftakt verlief schon einmal verheißungsvoll, wie die ersten Absatzzahlen zeigten.

Das liegt allerdings auch daran, dass mit kräftigen Kaufanreizen nachgeholfen wird. So wirbt Volkswagen in den USA nicht nur mit günstigen Preisen, sondern auch mit einem großzügigen Garantie-Angebot, von dem deutsche Kunden nur träumen können.

Für die meisten Neuwagen bietet VW in den USA inzwischen eine kostenlose Herstellergarantie auf eine Fahrleistung von umgerechnet über 115.000 Kilometern und einen Zeitraum von sechs Jahren. "Wir machen unsere Angebote sehr konkurrenzfähig", räumt Woebcken ein.

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Ein Fünftel des Volkswagen-Konzerns, gemessen am Umsatz, steht zur Disposition. VW-Chef Matthias Müller betonte gegenüber dem "Wall Street Journal", der Verkauf oder Börsengang werde für alles geprüft, was nicht zum Kerngeschäft zählt. Damit sind nicht Porsche oder Audi gemeint, aber durchaus die Komponentenfertigung, die einen eigenen großen Autozulieferer im Wettbewerb mit Bosch, Conti oder ZF bilden könnte.

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Das dürfte eine schwierige Operation werden. Schon bei der Sparte Diesel & Turbo der Volkswagen-Tochter MAN, die beispielsweise Schiffsmotoren und Turbinen herstellt, machten die Arbeitnehmer klar, dass eine Trennung nicht infrage kommt. Eine Zerlegung des Konzerns müsste im Aufsichtsrat neben den Beschäftigten und der Porsche-Familie auch das Land Niedersachsen überzeugen.

Ducati

Über den Sommer geführte Verkaufsverhandlungen um die Motorradmarke Ducati kamen erst gar nicht so weit - obwohl es sich hier wirklich um Randgeschäft handelt. Ducati wurde erst 2012 von der VW-Tochter Audi übernommen, was damals als persönliche Ambition des Konzernpatriarchen Ferdinand Piëch galt. Ein italienischen Konsortium um Investindustrial hätte Ducati jetzt zum doppelten Preis zurückgekauft. Der nicht eingeweihte Betriebsrat sah jedoch die Not, gut laufendes Geschäft loszuwerden, nicht ein.

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Volkswagen-Chef Müller kann Erfahrungen mit Branchenkollegen wie Dieter Zetsche austauschen. Der Daimler-Chef plant eine Holding-Struktur, unter der sein Konzern in drei eigenständige Teile mit möglicherweise eigenem Börsenauftritt gespalten würde: Mercedes-Benz, Lkw/Busse sowie Finanzdienstleistungen und neue Mobilitätsdienste. Einen Spin-Off, der die Identität des Konzerns änderte, hat Zetsche längst bewältigt:

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2007 wurde aus dem Weltkonzern DaimlerChrysler die Daimler AG. Den 1998 übernommenen US-Autohersteller, zwischenzeitlich von Zetsche selbst geführt, kaufte der Finanzinvestor Cerberus für gut sieben Milliarden Dollar. Der Stuttgarter Konzern wurde so einen Quell ewig roter Zahlen los - und die Verantwortung für den Abbau zehntausender Stellen. Aus Daimler-Sicht also ein guter Deal. Für Cerberus und Chrysler lief der Spin-Off nicht so glänzend.

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Über den Umweg der Pleite, staatlichen Rettung und dem Eigentum eines US-Gewerkschaftsfonds landete Chrysler schließlich bei Sergio Marchionne, der nun Chef von Fiat Chrysler ist. Sein Konzern wird zwar oft (auch von Marchionne selbst) als einer der schwächsten globalen Autohersteller betrachtet. Mit seiner Finanzakrobatik aber gewinnt er auch viele Bewunderer.

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Das Industriegeschäft um Lastwagen, Land- und Baumaschinen sowie den Antriebsstrang wurde 2011 aus dem Fiat-Konzern als Fiat Industrial ausgegründet, zwei Jahre darauf mit Case New Holland zu CNH Industrial verschmolzen. Anfangs wurde das Spin-Off den eigenen Aktionären geschenkt. Fiat schuf sich aber die Möglichkeit, jederzeit Beteiligungen an der Börse zu verkaufen - zuletzt im Frühjahr gut 1 Prozent für 144 Millionen Euro. Mit CNH entstand ein leistungsfähiger Konzern mit 60.000 Beschäftigten und 25 Milliarden Dollar Umsatz.

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Noch mehr Furore machte der Börsengang von Ferrari 2016. Die Sportwagenfirma brachte dem Mutterkonzern einige Milliarden für den Schuldenabbau ein. Auch die Ferrari-Aktie ging seitdem nach oben. Der Erfolg und Marchionnes andauernde Hinweise in diese Richtung nähren Marktgerüchte, dass Fiat Chrysler noch mehr im Angebot habe.

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Aktuell wird beispielsweise über die Lösung von Alfa Romeo (vom damals expansiv gesinnten Volkswagen-Konzern vor Jahren ungebeten in den Blick genommen), Maserati oder dem noch bestehenden Zulieferergeschäft um Magneti Marelli spekuliert. Bei Letzterem soll es laut Marchionne schon 2018 so weit sein, die Luxusmarken seien dafür aber noch nicht bereit.

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Vorbehalte nach Wolfsburger Art, um das Kerngeschäft zu bewahren, gibt es bei Fiat Chrysler nicht. Auch die mit Chrysler erworbenen US-Marken wie Jeep oder Ram, die dank der dort wieder starken Autokonjunktur den Verkaufserfolg des Gesamtkonzerns tragen, wären laut Marchionne auch eigenständig erfolgreich. Statt Erhalt des Konzerns steht der Shareholder Value im Vordergrund. Im Extremfall wäre auch ein Zusammengehen der Fiat-Reste mit einem anderen Konzern möglich.

Delphi

Der aktuellste Spin-Off-Plan in der Branche ist die Trennung des US-Autozulieferers Delphi von einer Firma namens Powertrain, die für den traditionellen Antriebsstrang zuständig wird. Der Deal soll bis Anfang 2018 abgeschlossen sein. Delphi, selbst 1999 von General Motors an die Börse gebracht, will sich auf Fahrzeugelektronik und neue Mobilitätstechnik wie das autonome Fahren konzentrieren.

Volvo

Einen Extremfall des Spin-Off stellt die schwedische Firma Volvo dar. Seit 1999 gibt es zwei Unternehmen mit dem Namen Volvo: den bis heute eigenständigen Lastwagenhersteller AB Volvo, einen der Großen der Branche, und den Autohersteller Volvo Cars, der über den US-Konzern Ford in den Besitz der chinesischen Geely-Holding ging.

Zum Vergleich: In Deutschland kann die zwei Jahre währende Garantie gegen Bezahlung auf fünf Jahre und maximal 150.000 Kilometer verlängert werden. Beim Tiguan etwa kostete das zuletzt 1725 Euro.

Ein Grund für die üppigen Anreize ist, dass VW sich bemüht, nach der Diesel-Misere das Vertrauen der US-Kunden zurückzugewinnen. Der Skandal um gefälschte Abgaswerte bei Hunderttausenden Autos wirkt sich in mehrfacher Hinsicht auf die Absatzentwicklung aus. So hatte die Abgas-Affäre die Verkaufszahlen zwischenzeitlich zweistellig einbrechen lassen - der Aufwärtstrend in diesem Jahr ist teils also auch den schwachen Vergleichswerten aus dem Vorjahr geschuldet.

Warum die Strafen Volkswagen sogar helfen

Zudem musste sich der Konzern gegenüber US-Sammelklägern zu hohen Entschädigungszahlungen und teuren Rückkäufen zahlreicher Dieselwagen mit Manipulations-Software verpflichten. Auch wenn VW diese Vergleiche mit Milliarden bezahlt, führen sie letztlich zu steigenden Verkaufszahlen bei Neuwagen. Denn ein erheblicher Anteil der Kunden, die ihre alten Autos zurückgeben, legt sich - nicht zuletzt dank attraktiver Sonderangebote - anschließend gleich einen neuen VW zu.

Woebcken sieht große Wachstumschancen. Ende September versprach er den US-Händlern, das Unternehmen dauerhaft auf Erfolgskurs zu bringen. Sein Plan sieht vor, in absehbarer Zukunft jeweils zwei neue US-Modelle pro Jahr herauszubringen.

Der Nordamerika-Chef gibt sich kämpferisch: "Unser Ziel ist es nicht nur, im US-Markt mitzuspielen, sondern von einem Nischen-Akteur zu einer wirklich relevanten Massenmarke zu werden."

Auch wenn die Verkaufszahlen davon noch ein erhebliches Stück entfernt sind, sieht 2017 in den USA bislang nach einem guten Jahr für VW aus. Im September legte der Absatz im Vorjahresvergleich um über 33 Prozent auf 32 112 Neuwagen zu. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres wurde VW 9,6 Prozent mehr Autos bei US-Kunden los, während der Gesamtmarkt Einbußen verzeichnete.

Am Mittwoch sollen nun die Oktober-Ergebnisse veröffentlicht werden. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass der positive Trend anhält.

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