Sonntag, 20. Januar 2019

Warum VW jetzt eine Anwalts-Armada braucht Klagewelle gegen Volkswagen - der Länder-Überblick

Welche Staaten derzeit gegen Volkswagens Abgas-Manipulationen vorgehen, zeigt folgender Überblick. Er zeigt auch, welche Behörden involviert sind - und welche Strafhöhen VW drohen.

VW-Wagen vor einem Autohaus: Die Händler müssen nun eine weitere VW-Schummelei erklären
In den USA händigt Volkswagen Gutscheine aus, für Europa arbeitet der Autohersteller an Software-Updates und neuen Bauteilen: Die Klärung des Skandals um manipulierte Abgaswerte und die Planung der Reparaturen halten den Volkswagen-Konzern seit Wochen auf Trab.

Die Dimensionen sind gewaltig: Elf Millionen Diesel-Fahrzeuge der VW-Konzerns haben eine Software an Bord, die Stickoxid-Werte manipuliert. Bei 800.000 Fahrzeugen hat VW falsche Angaben zum CO2-Ausstoß gemacht. Die Reparaturen der Diesel-Motoren erfordern laut VW tausende Einzellösungen, deshalb hält sich der Konzern seit Wochen mit Details zu Zeitplänen zurück.

Das sorgt für Druck: Die kalifornische Umweltbehörde droht VW mit Strafen, wenn die Wolfsburger nicht bald einen akzeptablen Plan vorlegen. Die EU-Kommission drängt darauf, dass VW die falschen CO2-Angaben korrigiert. Sollte Volkswagen dann jedoch nicht mehr die strengen CO2-Flottenvorgaben erfüllen, seien auch Geldstrafen möglich.

In mehreren Ländern messen nationale Behörden nun den Abgas-Ausstoß von Fahrzeugen unter realen Fahrbedingungen nach. Wegen der falschen CO2-Angaben drohen VW in mehreren Ländern Nachzahlungen für Kfz-Steuern. Weltweit ermitteln Behörden wegen möglicher Verstöße von VW gegen Umweltgesetze, einige LÄnder wollen Subventionen zurückfordern. Rechtsanwälte bereiten Sammelklagen geschädigter Käufer vor.

Auf den folgenden Seiten zeigen wir, was Volkswagen Börsen-Chart zeigen in den einzelnen Ländern von Behördenseite droht - und auf welche kostspieligen Rechtsstreitigkeiten sich der Konzern einstellen muss.

© manager magazin 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung