Dienstag, 22. August 2017

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Neue Regeln für Fahrdienste New York will Uber zu bargeldloser Trinkgeld-Option zwingen

Uber-Fahrer: So wie in Kalifornien haben Fahrer des Unternehmens schon oft für ihre Belange demonstriert. In New York haben viele von ihnen eine Petition für bessere Trinkgeldregeln unterschrieben

Sie meinen 19 Dollar Stundenlohn sind viel Geld für einen Berufskraftfahrer in New York? Um über die Runden zu kommen, reicht das kaum aus, hat das Wirtschaftsportal "Quartz" errechnet. Doch viel mehr als eben diese 19 Dollar verdient ein Uber-Fahrer nach Ausgaben für Benzin und Versicherungen nicht.

Um so wichtiger sind für die Uber-Chauffeure daher mögliche Trinkgelder. Das Problem: Sie fließen kaum oder gar nicht. Denn die meisten Fahrgäste zahlen nicht mehr in bar, sondern mit Kreditkarte und auf diesem Weg auch das Trinkgeld gleich mit. Bei Uber-Konkurrenten wie Lyft oder dem Start-up Juno ist das in Verbindung mit der App längst möglich. Bei Uber nicht.

Doch könnten die trinkgeldlosen Tage bei Uber bald der Vergangenheit angehören. Denn die New Yorker Taxi and Limouisne Commission (TLC), eine Art Regulierungsbehörde für das Gewerbe, will auf Basis einer Petition vom Februar dieses Jahres neue Trinkgeld-Regeln für die Branche erarbeiten. Die Independent Drivers Guild (IDG), die auch Tausende Uber-Fahrer in New York vertritt, hatte die Petition auf den Weg gebracht und bislang 11.000 Unterschriften gesammelt - viele stammen dabei von Uber-Fahrern.

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Demnach soll jeder Fahrdienstanbieter, der seinen Gästen das Zahlen mit Kreditkarte ermöglicht, dazu verpflichtet werden, eine Trinkgeld-Option auch in seiner App anzubieten.

Sollte Uber eine Trinkgeld-Option in seiner App implementieren, könnte dies den Stundenlohn seiner Fahrer um 4 bis 6 Dollar erhöhen, hat Quartz nachgerechnet. Die neue Regel werde aber die Einkommensmöglichkeiten auch aller anderen Taxi-Fahrer in New York verbessern, zeigte sich ein TLC-Sprecher gegenüber dem Magazin überzeugt.

rei

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