Montag, 18. März 2019

IPO in 18 Monaten? Neuer Uber-Chef peilt Börsengang an

Dara Khosrowshahi will bei Uber aufräumen und stellt den von vielen Investoren erwarteten Börsengang in Aussicht
Steve Ringman/The Seattle Times via AP
Dara Khosrowshahi will bei Uber aufräumen und stellt den von vielen Investoren erwarteten Börsengang in Aussicht

Kaum 36 Stunden offiziell im Amt, sorgt der neue Uber-Chef bereits für Schlagzeilen. Für den Fahrdienstvermittler stellt Dara Khosrowshahi den Börsengang in Aussicht - in 18 bis 36 Monaten. Diese Zeit kalkuliert der Manager offenbar ein, um bei Uber vor dem Börsengang für Ordnung zu sorgen.

Ubers neuer Vorstandschef Dara Khosrowshahi hat einem Zeitungsbericht nach einen Börsengang in den nächsten 18 bis 36 Monaten in Aussicht gestellt. Diesen Zeitrahmen gab der ehemalige Expedia-Chef am Mittwoch bei seinem ersten Auftritt vor Uber-Mitarbeitern vor, wie das "Wall Street Journal" von einem Teilnehmer des Treffens erfuhr.

Der weit gestreckte Fahrplan wäre hilfreich, um beim Fahrdienstvermittler vor der Börsen-Premiere für Ordnung zu sorgen. In den vergangenen Monaten machte Uber vor allem durch Führungschaos, Skandale und Rechtskonflikte Schlagzeilen.

Khosrowshahi, der seit 2005 den Online-Reisekonzern Expedia leitete, war am Dienstag zum Nachfolger von Travis Kalanick ernannt worden, der Ende Juni auf Druck von Investoren abtreten musste.

Ubers Börsengang wird an den Finanzmärkten mit Spannung erwartet. Bei der letzten Finanzierungsrunde wurde die Firma im vergangenen Jahr mit 68 Milliarden Dollar bewertet. Damit gilt das 2009 in San Francisco gegründete Unternehmen als wertvollstes Start-up der Welt. Allerdings steckt Uber bislang noch tief in den roten Zahlen fest. Im zweiten Quartal fiel ein Verlust in Höhe von 645 Millionen Dollar an.

Lesen Sie hier ein Porträt zu Dara Khosrowshahi

rei/dpa-afx

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