Montag, 10. Dezember 2018

US-Elektroauto-Hersteller Tesla verdoppelt Verlust - Milliardeninvestitionen geplant

Teslas Gigafactory: Hier entsteht die größte Fabrik der Welt
Tesla

Hohe Entwicklungskosten und der Ausbau des Vertriebsnetzes setzen Tesla zu: Im zweiten Quartal hat der US-Elektroautobauer den Verlust verdoppelt - aber Tesla denkt nicht daran, die Investitionen zurückzufahren.

Detroit - Der US-Elektroautobauer Tesla ist im zweiten Quartal trotz eines kräftigen Umsatzanstiegs tiefer in die Verlustzone gerutscht. Unter dem Strich verdoppelte sich der Nettofehlbetrag binnen Jahresfrist auf 61,9 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag (Ortszeit) nach Börsenschluss mitteilte - und das, obwohl die Erlöse um 90 Prozent auf 769,3 Millionen Dollar kletterten.

Tesla Börsen-Chart zeigen verwies auf hohe Investitionen zur Modernisierung und zum Ausbau des Fertigungswerks in Fremont. Die Aktie fiel um annähernd 3 Prozent.

Tesla verkaufte im Berichtszeitraum 7579 E-Autos. Für das laufende Quartal plant das Unternehmen eine Auslieferung von 7800 Fahrzeugen. Für Gesamtjahr erwartet Tesla 35.000 Auslieferungen vom Model S, das in der günstigsten Variante 70.000 Dollar kostet. 2013 hatte Tesla knapp 22.500 Fahrzeuge verkauft. 2015 will der Elektroautobauer mehr als 60.000 Stück bauen.

In Deutschland befindet sich Tesla auf Expansionskurs. Derzeit baut das Unternehmen sein Netz an Ladestationen aus und arbeitet dafür mit der Deutschen Bahn zusammen. Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, bis 2020 eine Million E-Autos auf die Straße zu bekommen.

Tesla Motors will zusammen mit dem japanischen Elektronikkonzern Panasonic Börsen-Chart zeigen eine riesige Fabrik für Hochleistungsakkus bauen. Die sogenannte Gigafactory solle in den USA entstehen, teilten beide Unternehmen mit. Sie verständigten sich nach eigenen Angaben darauf, dass sich Tesla um das Grundstück kümmern solle. "Im Juni haben wir mit der Erschließung eines Geländes außerhalb von Reno, Nevada, begonnen, das möglicherweise der Standort für die "Gigafactory" wird", schrieb Firmenchef Elon Musk seinen Aktionären.

Panasonic werde die zylindrischen Lithiumionen-Zellen herstellen und in die Ausrüstung investieren. Die Gigafactory wird schätzungsweise zwischen vier und fünf Milliarden Dollar kosten.

Die wolkigen Versprechen des Elon Musk

Beste Autothemen auf Twitter

ts/rtr/dpa-afx

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH