Freitag, 21. September 2018

Nach Zollsenkungen Tesla senkt die Preise in China, BMW zieht wohl mit

BMW iX3: Deutsche Limousinen nicht nur von BMW sind bei der wohlhabenden Schicht in China begehrt. BMW erwägt jetzt, die Preise auf dem weltgrößten Automarkt zu senken

Nach der Ankündigung von Zollsenkungen auf Autos und Autoteile in China haben mehrere deutsche Hersteller eine Anpassung ihrer Preise in Aussicht gestellt. BMW erklärte, das Unternehmen werde sein Preissystem überprüfen und entsprechend reagieren.

Die Zollsenkungen seien "ein starkes Zeichen, dass China seinen Weg der Öffnung fortsetzt", erklärte ein BMW-Sprecher am Mittwoch. Von diesem Schritt würden die Kunden in China profitieren, und der chinesische Markt dürfte sich noch dynamischer entwickeln. Auch Audi kündigte eine Überprüfung seines Preissystems in China an.

Mit konkreten Zahlen preschte unterdessen der US-Elektroautopionier Tesla vor. Das Modell X soll in China künftig bis zu 14.000 Dollar weniger kosten, teilte das Unternehmen mit. Bei den Modellen S und X sollten die Preise um gut sechs Prozent reduziert werden, sagte ein Vertreter der Verkaufsabteilung in Peking der Nachrichtenagentur Reuters.


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Experten zufolge dürfte dies einen Dominoeffekt auf dem gesamten chinesischen Automarkt auslösen. Von den Importfahrzeugen der Premiumklasse würden sich die Preissenkungen letztlich bis zu den lokalen chinesischen Marken durchsetzen, sagte Yale Zhang, von der Shanghaier Beratungsgesellschaft Automotive Foresight.

Das Finanzministerium in Peking hatte am Dienstag angekündigt, dass die Abgaben auf Importe ab Juli für die meisten Pkw-Modelle auf 15 Prozent von 25 Prozent reduziert werden sollen.

Rei/Reuters

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