Montag, 18. Juni 2018

Vorstoß soll Gratis-Laden am Arbeitsplatz fördern Tesla verschenkt Ladestationen - mit einem kleinen Haken

Tesla Model X

Der Elektroauto-Hersteller Tesla will mit einem neuen Vorstoß das Laden von Elektroautos am Arbeitsplatz vereinfachen: Im Rahmen des nun gestarteten "Workplace Charging"-Programms gibt Tesla kostenlos Ladestationen an Unternehmen ab, die ihren Mitarbeitern Ladeplätze für Elektroautos ermöglichen wollen. Kostenlose Tesla-Lader soll es auch für Immobilienentwickler oder Gebäudemanager geben, die Appartment-Bewohnern Lademöglichkeiten in der Garage anbieten wollen.

Bereits seit einigen Jahren offeriert Tesla im Rahmen seines "Destination Charging"-Programms Gratis-Ladestationen an ausgesuchte Unternehmen, etwa an Restaurants oder Hotels. Die Stromkosten tragen die Unternehmen jedoch selbst.

Genau so soll es auch bei dem neuen Angebot laufen. Auf einen besonders schnelle Supercharger-Schnelladesäule dürfen Firmen jedoch nicht hoffen. Unternehmen stellt Tesla kostenfrei einen "Wall Connector" zur Verfügung. So nennt Tesla seine Ladestation für zu Hause, die Privatleute ab 550 Euro erwerben können.

Zahlen müssen die Unternehmen neben den laufenden Energiekosten aber auch die fachgerechte Installation der Ladeboxen. Tesla selbst will dafür aber Hilfe anbieten. Ob diese kostenfrei ist, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor.

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Wie viel Geld Tesla in sein neues Programm investiert, ist ebenso unklar wie die genauen Vergabekriterien: Interessierte Unternehmen müssen sich bei Tesladafür bewerben, Tesla sucht die Wall Connector-Empfänger nach nicht näher erläuterten Kriterien aus.

Einen kleinen Haken hat die Sache jedoch auch für die Unternehmen, die Teslas Auswahlverfahren bestehen und die Stromkosten übernehmen. Denn Strom ziehen können an Teslas Ladestation nur Tesla-Autos. Fahrer von Elektroauto-Modellen anderer Hersteller müssen also auf andere Lademöglichkeiten ausweichen.

Die neuen "Work Charging"-Ladestationen scheinen übrigens nicht auf öffentlichen Ladekarten im Internet oder in den Navigationssystemen der Tesla-Fahrzeuge auf. So will Tesla mögliche Konflikte zwischen Mitarbeitern und Firmenfremden um die Ladesäulen von vorne herein vermeiden.

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