Freitag, 14. Dezember 2018

Elon Musk verantwortet Produktion Model-3-Produktion ist bei Tesla jetzt Chefsache

Tesla-Chef Elon Musk mit Auto-Bauteil (Archivaufnahme 2014)

Tesla-Chef Elon Musk macht die Produktionsprobleme seines Hoffnungsträgers Model 3 zur Chefsache: "Ich schlafe wieder in der Fabrik", twitterte Musk am frühen Dienstagmorgen deutscher Zeit. Er übernehme einen Teil der Aufgaben von Doug Field, der bislang für Produktion und Konstruktion verantwortlich zeichnete; Field werde sich künftig nunmehr auf die technische Konstruktion der Fahrzeuge konzentrieren.

Musk habe den Ex-Apple-Mann vor gut einem Jahr angestellt, um Konstruktion und Produktion des Model 3 besser aufeinander abzustimmen, "sodass wir keine verrückt schwierig zu bauenden Autos designen", führte Musk bei Twitter weiter aus. "Aktuell ist es aber besser, zu teilen und zu herrschen, weshalb ich wieder in der Fabrik schlafe. Autoindustrie ist die Hölle."

Tesla baut 2020 Model 3 in sieben Tagen

Von "Hölle" hatte Elon Musk schon vor Monaten gesprochen und den Weg zur Massenfertigung des Model 3 als "Produktionshölle" bezeichnet. Tesla steckt offenbar weiter in ihr fest: Wie Tesla am Dienstagnachmittag (MEZ) mitteilte, hat das Unternehmen "in den vergangenen sieben Tagen" 2020 Model 3 produziert und will dieses Niveau noch ausbauen. Der Autobauer hat damit allerdings erneut ein selbst gestecktes Ziel verfehlt. Eigentlich hatte Tesla zuletzt angestrebt, dass bis Ende März 2500 Autos vom Typ Model 3 wöchentlich vom Band laufen. Allerdings: Im gesamten Schlussquartal 2017 hatte Tesla lediglich 2425 Model-3-Autos hergestellt.

Im ersten Quartal des laufenden Jahres hat Tesla die Model-3-Produktion gegenüber dem Vorquartal auf 9766 gesteigert und damit mehr als vervierfacht. Insgesamt produzierte Tesla im ersten Quartal 34.494 Elektroautos, ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem vierten Quartal und das mit Abstand "produktivste Quartal in der Tesla-Geschichte", wie Elon Musk betonte.

Seite 1 von 2

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH