Montag, 18. Februar 2019

Tesla verbrennt 16 Millionen Dollar am Tag - Musk sieht dennoch "Weg zur Sonne" Tesla meldet Rekordverlust und verschiebt Start der Massenproduktion

Die wichtigsten Erkenntnisse aus Teslas Quartalsbericht: So erklärt Elon Musk die Model 3-Probleme weg
AP

Bis zuletzt hatte Tech-Milliardär und Tesla-Gründer Elon Musk Optimismus für das dritte Quartal verbreitet - zuletzt mit einem Foto von einem Grillfest am Lagerfeuer auf dem Dach der Gigafactory. Am Mittwochabend dann aber musste Tesla Ernüchterndes vermelden: Insgesamt 1,4 Milliarden Dollar an Cash verbrannte der US-Elektroautobauer im Quartal - das entspricht einem Abfluss von 16 Millionen Dollar pro Tag. Das Unternehmen baut gerade seine Gigafactory und die Produktion für das Massenmodell "Model 3" auf - und verspricht seinen Anlegern dadurch den Durchbruch.

Im dritten Quartal allerdings fiel ein Rekordverlust von 619 Millionen Dollar (533 Mio Euro) an, im Vorjahreszeitraum (Q3 2016) hatte die Firma 22 Millionen Dollar verdient.

Anleger reagierten enttäuscht, obwohl ein deutlicher Verlust bereits erwartet worden war. Die Aktie von Tesla Börsen-Chart zeigen fiel nachbörslich um rund 5 Prozent und droht nun unter die Marke von 300 US-Dollar zurückzufallen.

Musk verschiebt Start der Massenproduktion des Model 3 auf Ende März

Für zusätzliche Nervosität sorgt: Trotz der immensen Investitionen und der überraschend hohen Verluste bleibt unklar, ob und wann Tesla Börsen-Chart zeigen die Startschwierigkeiten bei der Produktion des Model 3 in den Griff bekommt. Musk musste eingestehen, dass seine Fertigungsziele nicht einzuhalten sind. Statt Ende des Jahres sollen nun erst spät im ersten Quartal 5000 Fahrzeuge pro Woche vom Band laufen.

Mit lediglich 260 hergestellten Model 3 verfehlte Tesla seine Ziele im dritten Quartal massiv. Im Brief an die Aktionäre hieß es, der Anlauf der Massenproduktion sei eine Herausforderung, die Fertigung werde aber stetig erhöht. Inzwischen will das Unternehmen einen wichtigen Grund für den Engpass gefunden haben.

"Wir machen weiter Fortschritte, die anfänglichen Engpässe zu lösen". Es sei aber schwer, vorauszusagen, wie lange es dauern werde, die Probleme zu bewältigen, so Musk.

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