Samstag, 16. Dezember 2017

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Ökobilanz von Elektroautos Darum ist ein fetter Tesla sauberer als ein kleiner Ford

Ford Fiesta (l.), Tesla Model X

Der Strom kommt ja nicht einfach nur aus der Steckdose - wie klimafreundlich sind Elektroautos also wirklich? manager-magazin.de hat eine renommierte US-Institution nachrechnen lassen. Die Ergebnisse dürften manchen überraschen.

In der Gunst des Publikums erlebt das Elektroauto gerade ein rasantes Auf und Ab. Mal gilt es als idealer Ausweg aus Klimakrise und Abgasskandal, Fahrspaß inklusive. Doch kaum reagiert die Industrie auf politischen Druck mit einem wahren Feuerwerk an neuen Strom-Modellen, macht sich vermehrt Skepsis breit.

"Elektro-Autos lösen keine Emissionsprobleme", behauptet etwa der Ex-Chef des Energieversorgers EnBW Börsen-Chart zeigen, Utz Claassen. Vor allem berge eine "Ökobilanz von der Wiege bis ins Grab" böse Überraschungen, orakelte er. Die Herstellung einer Batterie verschlinge enorme Energiemengen.

Eine ähnliche These stellte jüngst der Präsident des Club of Rome, Ernst Ulrich von Weizsäcker, auf. Das Elektroauto sei "beim heutigen Strommix eher klimaschädlicher als der Verbrennungsmotor", ließ der Öko-Papst die "Heilbronner Stimme" wissen. Auch eine Studie aus Schweden säte Zweifel am Umweltnutzen des E-Autos. Viele Medien verbreiteten die griffige These vom dreckigen Elektroauto gern weiter.

Doch wie umweltschädlich oder -freundlich ist es nun unterm Strich, beispielsweise einen reichweitenstarken Zwei-Tonnen-Luxuswagen von Tesla Börsen-Chart zeigen mit Batterieantrieb durch die Gegend zu kutschieren? Wäre nicht zumindest ein kleiner Benziner die sauberere Variante?

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Die Antwort fällt überraschend aus, vor allem für Elektroauto-Kritiker wie Claassen und Weizsäcker. Denn tatsächlich schlägt das Batteriefahrzeug den Verbrenner in Punkto Klimafreundlichkeit eben doch - und zwar deutlich. Das gilt nicht nur für Länder wie Norwegen oder Frankreich, wo der zum Fahren benötigte Strom kohlendioxid-arm aus Wasser- oder Atomkraft hergestellt wird. Es gilt auch in Deutschland.

Das belegen Berechnungen, die Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) für manager-magazin.de angestellt haben. Die Mitarbeiter des Trancik Lab / Institute for Data, Systems, and Society haben dazu sämtliche mit Herstellung und Betrieb der Fahrzeuge verbundenen Emissionen einbezogen. Fürs Tanken wurde der deutsche Strommix angesetzt, der von Kohle und erneuerbaren Energien dominiert wird.

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