Freitag, 17. August 2018

Tesla-Konkurrent sammelt halbe Milliarde ein Diesem Ex-BMW-Manager vertraut Chinas neuer Batteriegigant Millionen an

Byton: Elektro-SUV für den Massenmarkt
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Byton

Es ist eines der Elektro-Startups, dem Experten am meisten zutrauen - und nun auch eines mit einem ordentlichen Finanzpolster. Das von mehreren BMW-Managern mitgegründete chinesische Elektroauto-Startup Future Mobility Corp mit der Marke Byton hat den Abschluss einer 500 Millionen Dollar schweren Finanzierungsrunde verkündet.

Das Geld kommt unter anderem von zwei Schwergewichten der chinesischen Wirtschaft: Chinas staatlichem Autohersteller und VW-Joint-Venture Partner FAW, der sich mit rund 260 Millionen Dollar an der Finanzierungsrunde beteiligt. Und vom chinesischen Batteriesenkrechtstarter CATL, dessen Beteiligungshöhe an der Series B allerdings nicht kommuniziert wurde.

Das von zahreichen früheren Spitzenkräften von BMW, Tesla und Google geführte Start-up will mit seinen Elektroautos für den Massenmarkt neben Tesla unter anderem Daimler und Audi Konkurrenz machen. Bereits Ende 2019 soll das erste Byton-Modell in China auf den Markt kommen. 2020 soll der E-SUV, der in der in Standardausführung 400 Kilometer weit mit einer Batterieladung fahren und rund 45.000 Dollar kosten soll, auch in den USA und Europa erhältlich sein.

Für seinen Marktstart hat sich das unter anderem auch von Tencent und Foxconn finanzierte Start-up internationales Spitzenpersonal eingekauft: Als CEO fungiert der Ex-Entwicklungsleiter von BMWs Elektro-Hybridsportler i8, Carsten Breitfeld, der ebenfalls Anteile an FMC hält.

Carsten Breitfeld

Byton-Marketingchef Wenders kommt wie ein Experte für Elektroantriebe ebenfalls von BMW. Auch mehrere hochrangige, ehemalige Tesla-Mitarbeiter gehören zum Gründungsteam. Mit Mark Duchesne ist auch jener ehemalige Toyota-Mann darunter, der Teslas Werk in Fremont von der Manufaktur zur Autofabrik ausbaute. Wolfram Luchner, einst Spitzenkraft in Googles Roboterauto-Projekt, wechselte ebenfalls zu Byton. Chefdesigner Benoit Jacob arbeitete zuvor in gehobenen Positionen für BMW und VW.

Das Hauptquartier von Byton, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie die Produktion sind im Chinesischen Nanjing verortet. Im Silicon Valley betreibt das Start-up darüber hinaus eine Forschungsabteilung für autonomes Fahren. In München wird das Design für die Marke entwickelt.

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