Montag, 25. September 2017

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Weitere Details zur größten Fabrik der Welt Tesla will in Gigafactory auch Motoren und Getriebe bauen

Teslas Gigafactory: Hier entsteht die größte Fabrik der Welt
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Tesla

2. Teil: So soll die größte Fabrik der Welt funktionieren

Schritt für Schritt illustriert das Dokument den Prozess von der Kathoden- und Anodenherstellung bis zum Verpacken der Zellen zu Modulen. Die einst von Tesla-Vorstand JB Straubel formulierte Vision, dass auf der einen Seite der Fabrik Eisenbahnwaggons mit Rohstoffen hinein- und auf der anderen Seite fertige Module herauskommen, könnte also Wirklichkeit werden. Die Besucher konnten bereits die letzten Schritte des Produktionsprozesses in Augenschein nehmen.

Teslas Angaben zufolge hat ein deutsches Partnerunternehmen bereits damit begonnen, in der Gigafactory die Metallhüllen für die neuen Zelltypen herzustellen. Diese Zellen vom Typ 2170 ersetzen die legendären Laptopzellen vom Typ 18650. Um welches Unternehme es sich handele, beantwortete Tesla auf manager-magazin.de-Nachfrage nicht.

Konkreter wurde das Unternehmen beim Thema Energieversorgung der neuen Fabrik. Unternehmenschef Musk will zur Batterieherstellung ausschließlich auf Strom aus erneuerbaren Energien zurückgreifen, über einen Gasanschluss verfügt die Gigafactory angeblich gar nicht.

Stattdessen wird das Hallendach laut dem Handout eine 70-Megawatt-Dachanlage zieren. Sie wäre mit Abstand weltweit die größte ihrer Art. Der Fachblog "Elektrek" nennt eine 10-Megawatt-Anlage des Hausgerätegiganten Whirlpool und ein 11,5-Megawatt-Solardach in Indien als bisherige Rekordhalter. Zusätzlich sollen Solarpaneele auf umliegenden Freiflächen erreichtet werden.

Die benötigte Wärme will Tesla unter anderem mit der Verbrennung von Produktionsabfällen erzeugen. Den Frischwasserbedarf soll ein Wiederaufbereitungssystem minimieren.

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Bereits im Bau ist den Angaben zufolge eine Recycling-Fabrik, in der alte Batterien in ihre Einzelteile zerlegt werden. Diese bekommen dann ein zweites Leben in neuen Akkus. Die aufwändigen Öko-Maßnahmen sollen auch Elektroautos-Kritikern Wind aus den Segeln nehmen, die den bisher sehr hohen Energiebedarf für die Herstellung der Batterien beklagen.

Nachdem zuerst Zellen für stationäre Batteriespeicher in der Gigafactory vom Band laufen, soll die Akkuproduktion für das massentaugliche Elektroauto Model 3 im zweiten Quartal starten. In der zweiten Jahreshälfte will Tesla mit der Serienfertigung dieses Fahrzeugs beginnen.

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