Freitag, 26. August 2016

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Supercharger-Netz Was taugt Teslas elektrischer Highway?

Testfahrt von München nach Amsterdam: mm-Redakteure Wilfried Eckl-Dorna und Nils-Viktor Sorge testen mit dem Tesla Model S das Supercharger-Netz in Deutschland
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Testfahrt von München nach Amsterdam: mm-Redakteure Wilfried Eckl-Dorna und Nils-Viktor Sorge testen mit dem Tesla Model S das Supercharger-Netz in Deutschland

US-Elektroautobauer Tesla eröffnet den ersten Abschnitt seines deutschen Schnellladenetzes. Autobahnfahrten sollen im Batteriemobil fast so komfortabel sein wie mit dem Verbrenner. Halten die Starkstromsäulen dieses Versprechen? Das überprüft manager magazin online heute auf einer Testfahrt zwischen München und Amsterdam.

Hamburg - Elon Musk, Chef des US-Elektroautobauers Tesla Börsen-Chart zeigen, nimmt den Mund gern voll: Tesla werde bald eine Million Wagen im Jahr bauen und damit Platzhirsche wie Daimler, BMW und Co. das Fürchten lehren. Sein Auto, das Model S, ist Musk zufolge trotz dreier Batteriebrände das sicherste in ganz Amerika. Nicht zuletzt beseitige der Wagen die vielzitierte Reichweitenangst in Elektroautos für immer - dank der großen Batterie und dank des firmeneigenen Supercharger-Schnellladenetzes entlang von Autobahnen.

Das lässt sich jetzt erstmals in Deutschland überprüfen. Denn gerade hat Tesla den ersten Abschnitt seines europäischen Elektro-Highways eröffnet. Er führt von München über Stuttgart und Köln bis nach Amsterdam, schon Ende kommenden Jahres soll er ganz Westeuropa abdecken.

Testfahrt im Model S: Hier geht es zum Live-Test des Supercharger-Netzes.Entlang der Pilotstrecke stehen an vier Autohöfen Supercharger-Schnellladestationen. Die schießen mit einer Leistung von 135 Kilowatt so viel Strom in die große Batterie, dass der Wagen nach nur 30 Minuten Ladezeit weitere 320 Kilometer fahren kann. Die Tankpause lässt so ausreichend Zeit für einen Kaffee und den Gang zur Toilette, ist aber doch kurz genug, um rasch voranzukommen.

Mit dem Supercharger-Netz will Tesla endgültig beweisen, dass Elektroautos Wagen mit Verbrennungsmotor schon heute ersetzen können. Dies allerdings noch zu einem eher hohen Preis - das Model S ist in Deutschland erst ab etwa 72.000 Euro zu haben. Auch in den USA befindet sich ein Ladenetz im Aufbau. In diesem Winter will Musk die letzten Lücken zwischen Ost- und Westküste schließen.

An einem Tag von München nach Amsterdam - mit kostenlosem Strom

Als erstes deutsches Medium unterzieht manager magazin online die europäische Strecke einem Härtetest. Schaffen es die Redakteure Wilfried Eckl-Dorna und Nils-Viktor Sorge an einem Tag von Bayern nach Holland?

Um 9 Uhr beginnt die Fahrt, im Live-Blog berichten die Autoren von ihren Erlebnissen. Ziel ist das Van-Gogh-Museum in der niederländischen Hauptstadt. Den Flieger nach Hamburg müssen die Testfahrer um 21 Uhr erreichen. Dauert die 900-Kilometer-Fahrt also länger als zehn Stunden, haben sie vermutlich ein Problem.

Eines ist trotz aller denkbaren Widrigkeiten sicher - für die Fahrt fallen keine Kosten an. Denn Tanken ist an den Ladesäulen kostenlos. Tesla spendiert den Strom allen Besitzern eines Model S mit 85-Kilowattstunden-Batterie, und zwar für die gesamte Lebensdauer des Autos. Auch dies ist eines der vielen Versprechen, die Tesla-Chef Elon Musk halten muss, um seine Firma zu etablieren.

Fahrt auf dem elektrischen Highway: Lesern Sie hier den Test in chronologischer Reihenfolge nach!

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